Mit einem dringenden Fahndungsaufruf hat sich die Ermittlungskommission „Rose“ an die Öffentlichkeit gewandt. Die Spezialisten der Polizei in NRW untersuchen im Zuge des Missbrauchsskandals von Münster unzählige Fälle, in denen Kinder sexuell missbraucht wurden.
Im Zuge der Ermittlungen sind sie nun auf „inkriminierte Bilder- und Videodateien auf beschlagnahmten Datenträgern“ gestoßen. „Diese zeigen mehrere schwere sexuelle Missbrauchshandlungen, die durch einen unbekannten Tatverdächtigen an einem männlichen Kleinkind vorgenommen wurden“, heißt es in einem Aufruf der Polizei.

Sexueller Missbrauch: Wer kennt diesen Mann?

Die Ermittler haben nun ein Foto des Mannes veröffentlicht. Es stammt den Angaben zufolge aus dem Jahr 2019. „Der männliche Tatverdächtige ist auf mehreren beschlagnahmten Bild- und Videodateien zu sehen“, heißt es in einem Aufruf.
Die Haarfarbe des Mannes wird mit hellbraun/dunkelblond wiedergegeben. Als besondere Merkmale nennt die Polizei ausgeprägte Geheimratsecken und einen ausgeprägten Berliner Dialekt. Angaben zum Alter liegen nicht vor.

Cottbus/Spremberg/Berlin

Die auf den Videos zu sehenden Taten sollen im Juli 2019 geschehen sein. Auch das Opfer ist bisher nicht identifiziert. Die Ermittler hoffen auch hier, über die Feststellung des Täters auf die Spur des Jungen zu kommen.
Hinwiese nimmt die Polizei in Münster unter Telefon 0251/275-4000 oder poststelle.muenster@polizei.nrw.de entgegen.

Sexueller Missbrauch: Razzien auch in Brandenburg und Sachsen

Nordrhein-Westfalen ist nach dem Bekanntwerden der Missbrauchsfälle von Lügde, Bergisch Gladbach und Münster in die Offensive gegen Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch gegangen. Die Ermittlungsgruppe „Berg“ aus Köln, die den Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach aufklären soll, und die Ermittlungskommission „Rose“ haben ein riesiges Netzwerk an Tatverdächtigen offenbart. Bei Razzien wurden gigantische Datenmengen mit Abbildungen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs sichergestellt. Diese werden nun in akribischer Kleinarbeit ausgewertet und ermittelt. Auch in Brandenburg und Sachsen hat es im Zuge der Aktionen schon Hausdurchsuchungen gegeben.

Cottbus/Potsdam