Olympia in Berlin: Diese Sportstätten in Brandenburg sind im Konzept

Der erste Gewinn für Berlin und Brandenburg: Das Konzept für die Olympia-Bewerbung der Hauptstadtregion wurde vom Berliner Senat angenommen. Was ist für Brandenburg vorgesehen?
IMAGO/BODE- Berlin treibt Olympia-Bewerbung voran – der Senat nahm das Konzept Berlin+ an.
- Fünf Orte in Brandenburg sind vorgesehen: Brandenburg/Havel, Bad Saarow, Potsdam, Hoppegarten, Cottbus.
- Geplante Wettkämpfe: Rudern und Kanu am Beetzsee, Golf in Bad Saarow, Straßenrad durch Potsdam.
- Hoppegarten richtet Schießsport mit temporären Anlagen aus, Cottbus erhält Vorrundenspiele im Fußball.
- Berlin schätzt 4,82 Mrd. Euro Kosten und 5,24 Mrd. Einnahmen, Entscheidung am 26. September.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für fünf Städte und Gemeinden in Brandenburg ist die große Chance, Austragungsort der Olympischen Sommerspiele zu werden, am Dienstag (5. Mai) ein Stück näher gerückt. Denn der Berliner Senat hat sich einstimmig hinter die Olympia-Pläne des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) gestellt.
Das von Wegner und Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) vorgelegte Konzept Berlin+ für eine Bewerbung um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 geht davon aus, dass bereits 97 Prozent aller Sportstätten für die Wettbewerbe vorhanden sind.
Und fünf dieser Orte liegen in Brandenburg. „Sport bringt Menschen zusammen und hilft, Grenzen zu überwinden – das passt gut zum Motto der Berliner Bewerbung ‚A Celebration of Unity‘“, findet Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann (CDU). Doch bei welchen Sportarten will die Berliner Olympia-Bewerbung ihr großes Nachbarland mit ins Boot holen?
Olympia in Brandenburg: Brandenburg an der Havel mit dabei
Stadt Brandenburg an der Havel spielt eine zentrale Rolle. Denn dort sollen Wettbewerbe im Rudern und im Kanurennsport stattfinden. „Die traditionsreiche, international anerkannte und moderne Natur-Sportstätte Regattastrecke Beetzsee bietet hervorragende infrastrukturelle Voraussetzungen sowie umfangreiche internationale Erfahrung in der Austragung olympischer Wettbewerbe“, teilt Alexander Engels, der Sprecher des Sportministeriums, auf Nachfrage mit.
Auch Bad Saarow punktet in der Bewerbung – und zwar beim Golfsport. „Der Golf Club Bad Saarow ist eine renommierte Sportanlage, die bereits bei den Special Olympics World Games 2023 als Austragungsort für die Golfwettbewerbe genutzt wurde, und ist auch künftig als Austragungsort geplant“, erinnert Sprecher Engels.
In der Landeshauptstadt Potsdam sollen laut Konzept die Straßenradsportler an den Start gehen. Geplant seien Strecken sowohl für Männer als auch für Frauen sowie für das Teamrennen, jeweils mit Ziel am Brandenburger Tor in Berlin. „Die Männerstrecke soll in Leipzig starten und in Berlin enden“, informiert Engels. Die Strecke führt demnach über die Glienicker Brücke von Potsdam in die Hauptstadt. Zuvor verläuft sie entlang ikonischer Orte, darunter das Neue Palais und Schloss Sanssouci. Die Frauen- und die Teamstrecke seien derzeit mit Start und Ziel am Brandenburger Tor geplant und verlaufen ebenfalls durch Potsdam.
Olympia in Berlin: Hoppegarten für Schießsport im Konzept
Die Gemeinde Hoppegarten, aufgrund der Galopprennbahn für den Pferdesport bekannt, ist die eigentliche Überraschung im Konzept: Dort soll Schießsport ausgetragen werden. Auf der Galopprennbahn ist laut Konzept „die Errichtung einer temporären Sportstätte für die Schießsportdisziplinen Skeet und Trap geplant“, heißt es in der schriftlichen Antwort aus dem Ministerium.
Lausitz-Metropole Cottbus darf sich einmal mehr auf spannende Fußballspiele freuen. Das LEAG Energie Stadion des FC Energie Cottbus ist für Vorrundenspiele vorgesehen.
Was kosten die Vorbereitungen, um die Sportstätten zu ertüchtigen? Für Brandenburg liegen dazu noch keine Informationen vor. Den Bedarf habe Berlin im direkten Austausch mit den jeweiligen Städten und Gemeinden ermittelt, teilt Engels mit. Dabei hätten ausschließlich Bad Saarow und die Stadt Brandenburg an der Havel Berücksichtigung gefunden. In Bad Saarow gehe es um die Erweiterung des Golfplatzes, um den olympischen Anforderungen zu genügen.
Darüber hinaus seien Ertüchtigungen in den Wettkampforten vorgesehen, etwa von Straßen zu den Wettkampfstätten, Parkmöglichkeiten am Bahnhof in Bad Saarow, Verkehrsleitsysteme oder ÖPNV-Haltestellen.
Olympia in Berlin-Brandenburg: 420 Millionen als Gewinn erwartet
Wie hoch die Kosten sind, könne das Ministerium nicht beziffern. Berlins Sportsenatorin Spranger bezifferte die Gesamtsumme zur Organisation der Spiele auf 4,82 Milliarden Euro. Demgegenüber werden 5,24 Milliarden an Einnahmen erwartet, sodass rund 420 Millionen Euro als Gewinn „für die Berliner Schulen und den Breitensport“ erwirtschaftet würden, wie Spranger bei einer Pressekonferenz im Roten Rathaus sagte.
Berlin bemüht sich als einer von vier Kandidaten in der nationalen Vorauswahl um den Zuschlag für die deutsche Olympia-Bewerbung. Konkurrenten sind München, Hamburg und die Region Rhein-Ruhr mit Köln als Zentrum. Am 26. September entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund, welcher Kandidat dem Internationalen Olympischen Komitee vorgeschlagen wird. (mit dpa)


