Nutrias in Brandenburg: Jäger töten erneut tausende Tiere der invasiven Art

Ein Nutria (Myocastor coypus) am Ufer einer Badestelle. Die Nutria wird auch Sumpfbiber genannt, ist jedoch kleiner als ein Biber und hat im Gegenteil zum Biber keinen platten sondern einen spitzen Schwanz. In Brandenburg werden die Tiere gejagt.
Christian Charisius/dpa- In Brandenburg erlegten Jäger im Jagdjahr 2024/2025 erneut Tausende Nutrias.
- Der Deutsche Jagdverband meldet 2.575 Tiere für Brandenburg – die Art gilt als invasiv.
- Deutschlandweit steigt die Zahl seit Jahren, zuletzt waren es 131.157 Tiere.
- Nutrias gefährden Schilfgürtel und unterhöhlen Deiche, was den Hochwasserschutz betrifft.
- Spitzenwert in Brandenburg: 7.119 Tiere im Jagdjahr 2020/2021.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Brandenburg haben Jägerinnen und Jäger erneut Tausende Nutrias erlegt. Im Jagdjahr 2024/2025 seien es 2.575 Tiere gewesen, teilte der Deutsche Jagdverband auf dem Bundesjägertag in Suhl mit.
Die Art gelte als invasiv, daher sei Deutschland verpflichtet, den Bestand einzudämmen. Im vergangenen Jahr wurden die meisten Tiere in Niedersachsen erlegt.
Deutschlandweit steigt die Zahl der erlegten Nutrias seit Jahren an - zuletzt waren es insgesamt 131.157 Tiere. Im Vergleich zu den Zahlen vor 20 Jahren betrage der Anstieg der getöteten Nutrias rund 1.700 Prozent. In Brandenburg waren die meisten Nutrias der Statistik des Verbandes zufolge mit 7.119 Tieren im Jagdjahr 2020/2021 erlegt worden.
Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Nutrias vernichteten Schilfgürtel und setzten damit zahlreichen Vogel-, Fisch- und Amphibienarten zu. Außerdem unterhöhlten die Tiere Deichanlagen und gefährdeten so den Hochwasserschutz. Vor allem im Norddeutschen Tiefland entlang von Rhein, Weser, Ems oder Elbe fänden die Tiere ideale Lebensgrundlagen.
