Lila Bäcker schließt
: Insolvente Bäckereikette macht zum 1. Februar alle Filialen dicht

Die insolvente Backkette Lila Bäcker schließt zum 1. Februar 2024 alle noch verbliebenen Filialen. Davon sind 900 Mitarbeiter in vier Bundesländern betroffen.
Von
dpa
Neubrandenburg
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Lila Bäcker schließt zum 1. Februar 2024 alle noch verbliebenen Filialen.

Patrick Pleul/dpa

Die insolvente Backkette Lila Bäcker muss nun auch ihre noch verbliebenen 160 Filialen in Mecklenburg–Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Schleswig–Holstein schließen. Gleiches gelte für den Logistikbereich, die Verwaltung und die Produktion in Pasewalk, teilte das Unternehmen am Freitag (19. Januar) in Neubrandenburg mit.

„Rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen daher zum 1. Februar entlassen werden“, hieß es weiter. Die Mitarbeitenden der Unser Heimatbäcker GmbH wurden am Freitagmorgen bei einer Online–Konferenz vom Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorff über die Schließungen informiert. Zuvor hatte der Radiosender Ostseewelle berichtet.

Hintergrund der Entscheidung sei, dass auch das letzte Angebot des einzig verbliebenen Interessenten in dieser Woche von den Banken auch aus formellen Gründen habe abgelehnt werden müssen. „Die Finanzierer sind deshalb nicht weiter bereit, Verluste aus dem laufenden Geschäftsbetrieb zu tragen. Ohne eine solche Zusage der Banken können und dürfen wir den Betrieb aber nicht fortführen“, sagte der Insolvenzverwalter.

Kette steckte schon lange in Schwierigkeiten

Die Bäckereikette hat schon lange mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Lila Bäcker hatte bereits Anfang 2019 mit rund 2500 Mitarbeitern und 400 Läden Insolvenz angemeldet und war dank einer Landesbürgschaft aus Schwerin im September 2019 mit 270 Filialen und 2100 Mitarbeitern neu gestartet.

Im Oktober 2023 hatte die Backkette schließlich ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Im Dezember war der letzte Investor für eine Übernahme des gesamten Unternehmens abgesprungen. Zum 1. Januar wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Etwa ein Drittel der etwa 230 Filialen sollte demnach geschlossen werden. Bleiben sollten nur die rund 160 gut besuchten Filialen und Cafés an interessanten Standorten. Nun ist auch für sie Schluss.

Für die Mäkelbörger Kuchen–Manufaktur würden weiterhin Investoren gesucht, hieß es weiter. Sie soll in von der Heimatbäcker GmbH in Insolvenz fortgeführt werden. Zudem sei es möglich, dass sich Mitbewerber für einige der dann leeren Filialen interessieren. Hier werde das Unternehmen vermitteln und so eventuell beim Erhalt vieler Arbeitsplätze helfen.