Kriminalität in Brandenburg
: Polizei lädt zum Elternabend über Rechtsextremismus

Wie kann man Kinder und Jugendliche gegen rechtsextreme Inhalte auf Social Media und im Internet stark machen? Die Polizei Brandenburg veranstaltet den nächsten kostenlosen Online-Elternabend.
Von
Mathias Hausding
Potsdam
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Kriminelle Rechtsextremisten nutzen soziale Medien zunehmend, um zu hetzen und zu Gewalttaten aufzurufen. (Symbolbild)

Alicia Windzio/dpa
  • Brandenburger Polizei lädt zum kostenlosen Online-Elternabend über Rechtsextremismus ein.
  • Termin am Mittwoch (13. Mai) um 18 Uhr – Teilnahme per Videoschalte nach Einladung.
  • Innenminister Jan Redmann wirbt dafür und verweist auf jüngste Razzia gegen Online-Netzwerke.
  • Vortrag erklärt Strategien auf Social Media und sensibilisiert für (Deep)-Fakes, Fragen danach.
  • Weiterer Elternabend am 26. August 2026: Verfassungsschutz und „Tolerantes Brandenburg“ zu Radikalisierung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit Juni 2025 lädt die Polizei Brandenburg regelmäßig zum Online-Elternabend ein. Mal geht es um Drogen in der Schule, mal um den Schutz vor sexueller Gewalt. Expertinnen und Experten geben Müttern und Vätern sowie Lehrkräften und Sozialarbeitern unter anderem Tipps für eine gute Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen über diese Themen.

Das kommt offenbar gut an. „Das unerwartet große Interesse hat unsere Kapazitäten gesprengt. Aber wir haben technisch nachgerüstet, damit alle dabei sein können“, sagt ein Polizeisprecher.

Am Mittwoch (13. Mai) um 18 Uhr startet nämlich der nächste Online-Elternabend der Brandenburger Polizei. Aus aktuellem Anlass mit einer persönlichen Einladung von Innenminister Jan Redmann (CDU), sich bei Interesse in die kostenlose Videoschalte einzuklinken.

Kriminalität in Brandenburg: Zwischen Trend und Tarnung

„Wir müssen aufklären über die Strategien der Rechtsextremisten im Internet“, sagt der Minister in einem Video auf Instagram mit Verweis auf die jüngste bundesweite Razzia gegen rechtsradikale Gruppen, die sich online vernetzen und zu Gewalttaten aufrufen würden. Die zum Teil auch aus Brandenburg kommenden Verdächtigen seien sehr jung, hob Redmann hervor.

Der Online-Abend, hier weitere Informationen und der Zugangslink, soll Eltern, Lehrer, Schulsozialarbeiter und weitere Interessierte darüber informieren, wie Rechtsextremisten etwa auf Social Media vorgehen. „Der Vortrag sensibilisiert für die Herausforderungen durch populistische und rechtsextremistische (Deep)-Fakes im Netz“, heißt es in der Einladung.

Unter der Überschrift „Rechtsextreme Online-Strategien zwischen Trend und Tarnung“ referiert Matthias Heinen von der Kriminalprävention der Polizei Brandenburg, unterstützt von „klicksafe“, der bundesweiten Medienkompetenz-Initiative der EU. Nach dem etwa 30-minütigen Vortrag können Eltern Fragen stellen.

Die Polizei verweist darauf, dass Kinder und Jugendliche viel Zeit im Internet und auf Social Media verbringen und sich dort vermehrt auch über politische Themen informieren. Es sei nicht leicht, bei der Flut an Falschinformationen den Überblick zu behalten und sich eine fundierte Meinung zu bilden. Rechtsextreme würden als Influencer auftreten, um junge Menschen von einem rechtsextremen Weltbild zu überzeugen.

Den damit verbundenen Gefahren widmet sich auch der weitere Online-Elternabend am 26. August 2026. An dem Tag informieren der Verfassungsschutz und die Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“ zum Thema „Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen“. In diesem Vortrag geht es darum, wie eine Radikalisierung möglichst früh erkannt werden kann und welche Handlungsmöglichkeiten es dann gibt.

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