Kriminalität in Brandenburg: Die beliebtesten Städte bei Einbrechern

Einbruchsschutz wirkt laut Experten: Es gehe darum, Zeit zu gewinnen – denn Einbrecher probierten oft nur kurz, über Fenster, Türen oder den Balkon einzudringen.
Silvia Marks/dpa-tmnDie Polizei in Brandenburg hat in einer Meldung im Internet-Nachrichtendienst die Stadt Cottbus mit zu den „beliebtesten“ Städten bei Einbrechern in Brandenburg erklärt. Demnach wurde im Jahr 2019 laut Polizeilicher Kriminalstatistik am häufigsten in Blankenfelde-Mahlow (Kreis Teltow-Fläming), am Stadtrand von Berlin gelegen, eingebrochen.
An zweiter Stelle steht laut Polizei in dieser Rangliste die Landeshauptstadt Potsdam. Gefolgt von Cottbus, auf Platz vier liegt demnach Brandenburg/Havel und an fünfter Stelle steht Falkensee (Kreis Havelland).
Die Polizei weist anlässlich des Tags des Einbruchsschutzes in Deutschland am 25. Oktober darauf hin, dass Tipps zum Einbruchsschutz bei den Polizeidienststellen zu bekommen sind.
Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes betreibt außerdem die Website www.k-einbruch.de, auf der zum Beispiel die frühere Bahnrad-Sportlerin Kristina Vogel (29) Tipps gegen Einbrecher gibt. Vogel ist auch Polizeihauptmeisterin der Bundespolizei. Sie sagt in einem der Videos: „Achten Sie auf Fremde in Ihrem Wohnumfeld oder auf dem Nachbargrundstück.“
Dies sind laut der Website k-einbruch.de wichtige vorbeugende Maßnahmen an Wohnung und Haus zum Schutz vor Einbrüchen.
Einbruchsschutz – so sichern Sie Fenster
Verschließen Sie die Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit.
Vorsicht! Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen.
Rollläden sollten zur Nachtzeit – und keinesfalls tagsüber – geschlossen werden, damit sie nicht sofort Ihre Abwesenheit signalisieren.
Bei Neu- und Umbauten erhalte man durch den Einbau geprüfter einbruchhemmender Fenster und Fenstertüren nach DIN EN 1627 einen guten Einbruchschutz, heißt es dort weiter. Die Polizei Bayern hat eine Herstellerliste zusammengestellt, auf der geeignete Fabrikate genannt werden.
Quelle: www.k-einbruch.de/sicherheitstipps/fenster/
Die Polizeiliche Kriminalprävention weist auf k-einbruch.de auch daraufhin, dass Roll- und Klappläden zur Nachtzeit „und keinesfalls tagsüber“ geschlossen werden sollten. Die Polizei in Bayern hat eine Herstellerliste für einbruchshemmende Rollläden veröffentlicht.
Quelle: www.k-einbruch.de/sicherheitstipps/roll-und-klapplaeden/
So sichern Sie Türen vor Einbrechern
Auch wenn Sie Haus oder Wohnung nur kurzzeitig verlassen: Ziehen Sie die Tür nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie sie auch immer zweifach ab.
Verstecken Sie Ihren Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals draußen. Einbrecher kennen jedes Versteck.
Wenn Ihnen Ihr Schlüssel abhandengekommen ist, wechseln Sie umgehend den Schließzylinder aus.
Lassen Sie bei einer Tür mit Glasfüllung den Schlüssel niemals innen stecken.
Öffnen Sie auf Klingeln nicht bedenkenlos, und zeigen Sie gegenüber Fremden ein gesundes Misstrauen. Nutzen Sie den Türspion und den Sperrbügel (Türspaltsperre).
Bei Neu- und Umbauten erhalte man durch den Einbau geprüfter einbruchhemmender Türen einen guten Einbruchschutz. Die Polizei in Bayern hat dazu eine Herstellerliste veröffentlicht.
Quelle: www.k-einbruch.de/sicherheitstipps/tueren/
Wie Sie Keller und Dachböden vor Einbrüchen schützen
Laut Polizei haben es Einbrecher in Kellern und auf Dachböden zum Beispiel auf Fahrräder, Werkzeuge oder Altmetall abgesehen. Meist verschafften sich die Täter Zugang durch unverschlossene Haus- und Kellertüren oder durch schlecht gesicherte Kellerverschläge. Kellertüren, Nebeneingänge und Dachbodentüren sollten daher der Widerstandsfähigkeit der Haustür in nichts nachstehen, raten die Kriminalisten:
Bewahren Sie keine Wertsachen im Keller oder auf dem Dachboden auf
Schließen Sie Fahrräder auch im Keller an
Verschließen Sie die Keller- bzw. Dachbodenzugangstür
Verwenden Sie massive Überfallen und Hangschlösser
Bauen Sie sowohl in Keller- bzw. Dachbodenzugangstür als auch in Ihre Haustür ein selbstverriegelndes Schloss mit Antipanikfunktion ein
Quelle: www.k-einbruch.de/sicherheitstipps/keller-und-dachboden/
So schützen Sie Ihre Wertsachen vor Einbrechern
Lassen Sie Ihre Wertsachen zu Hause nicht offen herumliegen, sondern bewahren Sie diese in einem Wertbehältnis auf.
Wertbehältnisse mit einem Eigengewicht bis zu 1000 Kilo müssen nach Herstellerangaben fest verankert werden. Dafür stehen geprüfte Einmauerschränke zur Verfügung.
Wertsachen, die nur selten gebraucht werden, gehören in ein Bankschließfach.
Quelle: www.k-einbruch.de/sicherheitstipps/wertsachen/
Was Technik gegen Einbrüche bewirken kann
Zusätzlich eingebaute Einbruchmeldeanlagen bieten laut Polizeilicher Kriminalprävention besonderen Schutz. Durch ihre Meldewirkung werde das Risiko für den Einbrecher, entdeckt zu werden, wesentlich erhöht. Zudem verhindere die Alarmanlage die Gefahr, einem Einbrecher in die Arme zu laufen.
Quelle: www.k-einbruch.de/sicherheitstipps/alarmanlagen/
Mit Smarthome-Techik könne die Heizung von unterwegs aus- oder angeschaltet werden. Fenster, Türen und Rollläden ließen sich automatisch öffnen bzw. schließen. Eine Kamera könne Mieter und Eigentümer per Push-Nachricht über das Handy warnen, wenn sich jemand an der Eingangstür zu schaffen macht.

