Klirrende Kälte hat Brandenburg im Griff. Laut ARD-Wetterexperte Donald Bäcker war die Nacht von Dienstag auf Mittwoch (14.12.) die bisher kälteste des Jahres 2022. In Doberlug-Kirchhain war es sogar minus 15,0 Grad.
Die Nina-Warnapp hat am Mittwoch vor Glatteis gewarnt. Doch diese Warnung erging vor allem in den Süden Deutschlands. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Mittwoch vor „Glatteis mit hohem Unwetterpotenzial“ etwa ab einer Linie vom Schwarzwald bis nach Niederbayern sowie weiter südlich davon. Regional begrenzt sei dann mit starken Verkehrsbehinderungen sowie Gefahren durch Eisbruch zu rechnen.

Am Montag könnte es in Brandenburg glatt werden

Für Brandenburg rechnet der Wetterexperte des ARD-Morgenmagazins Donald Bäcker erst am kommenden Montag (19.12.) mit Glatteis. Bis dahin bleibt es kalt. Doch dann kippt die Wetterlage. „Ab Montag schieben atlantische Tiefausläufer zuerst in höheren Atmosphärenschichten milde Luft nach Brandenburg.
Daher fällt Regen, der auf dem kalten Erdboden sofort gefriert“, erklärt der gebürtige Neuruppiner, der in Walsleben (Ostprignitz-Ruppin) lebt. Dieser gefrierende Regen wird auch Glatteisregen oder Blitzeis genannt und ist die schärfste Form der Glätte. „Eine gefährliche Glatteis-Situation in weiten Teilen von Brandenburg ist zu befürchten“, sagt Bäcker.
Im Süden Deutschland warnt der Deutsche Wetterdienst bereits für heute und morgen vor Eisregen. Schäden an der Infrastruktur wie Stromleitungen seien im Zusammenhang mit Eisbruch nicht ausgeschlossen, teilte der DWD in Offenbach mit. Die Landesregierung von Baden-Württemberg warnte Menschen vor dem Betreten von Wäldern. Nasser Schnee und gefrierender Regen könnten zum Abbrechen von Ästen oder Bäume führen, außerdem könnten Wege vereist sein.

Gefrierender Regen in Teilen von Bayern und Baden-Württemberg

Laut Wetterdienst sollte der gefrierende Regen in Teilen von Bayern und Baden-Württemberg ab Donnerstagvormittag einsetzen. Nachmittags und abends sollte sich die Glatteislage gebietsweise wieder entspannen, vor allem im äußersten Süden sollte diese regional aber noch bis in die Nacht anhalten.
Regenfälle auf gefrorenen Boden sorgen binnen kurzer Zeit für gefährliches Blitzeis auf Straßen und Schienen. Darüber hinaus besteht auch die Gefahr von Eisbruch, wenn sich binnen kurzer Zeit etwa auf Bäumen oder Masten massive Eisanhaftungen oder größere Mengen nassen Neuschnees ansammeln.