
Weihnachten 2022: Schnee und Winter in der Lausitz – wie wird das Wetter an Heiligabend?

Camy Haarich (25) und Susann Schulz (35), beide aus Lübben: „Weiße Weihnacht muss sein, sonst ist keine richtige Weihnacht. Für die Kinder ist der Schnee ganz wichtig. Wir haben noch einen richtig alten DDR-Rodelschlitten. Den hatte mein Freund schon als Kind. Den können wir dann hoffentlich bald rausholen. Früher waren wir viel auf der Spree Schlittschuhlaufen und in den Hartmannsdorfer Bergen rodeln. Jedenfalls drücken wir ganz fest die Daumen, dass es in diesem Jahr mit einer weißen Weihnacht klappt. Vor zwei Jahren war es so warm, dass wir draußen gegrillt haben. Das muss zu Weihnachten nicht sein.“
Michael Helbig
Märchenhafte Landschaft im Winter: Der Schnee hat Park und Schloss Branitz in eine zauberhafte Winterlandschaft verwandelt. Auch in den kommenden Tagen soll es frostig bleiben. Viele Bewohner der Lausitz hoffen auf weiße Weihnachten. Das letzte Mal gab es die vor zwölf Jahren.
Michael Helbig
Patrick (41) und Maria (37) Klinkmüller aus Luckau: „Unsere Kinder sind jetzt drei Jahre, und sie haben den weißen Winter noch gar nicht so richtig wahrgenommen. Als sie ein Jahr alt waren, da hatten wir mal etwas mehr Schnee und mussten auf dem Hof Schnee schieben. Es wäre jedenfalls toll, wenn wir Weihnachten morgens aufstehen, und es liegt ganz viel Schnee. Wir wollen zusammen einen schönen großen Schneemann bauen. Wir können uns noch gut ans ‚Einseifen‘ bei der Schneeballschlacht erinnern oder wie wir Eis-Iglus gebaut haben.“
Michael Helbig
Matthias Radigk (42) aus Finsterwalde: „Ich bin ein DDR-Kind. Da war meterhoher Schnee normal. Inzwischen sind wir ja schon froh, wenn es ein wenig weiß bedeckt ist. Für die Tochter und überhaupt ist es schon wichtig, dass wir auch mal Schnee haben. Trotz der globalen Erwärmung frieren wir im Winter auch mal ganz gern. Wir haben öfters Weihnachten am Dreiländereck zu Polen, Tschechien und Deutschland verbracht als ich noch klein war. Da sind wir immer gern durch den Schnee gestapft. Das vergisst man nicht.“
Michael Helbig
Stefanie Paul (36) aus Zeuthen: „Eine weiße Weihnacht schafft Gemütlichkeit. Da hat man um so mehr Lust, es sich drinnen gemütlich zu machen, Holzdeko aufzustellen und Plätzchen zu backen. Alles wirkt erst so richtig, wenn es draußen schön weiß ist. Als Kind waren wir oft im Winter auf dem Wolziger See Schlittschuhlaufen, als ringsherum alles zugeschneit war. Bis jetzt sieht es ja ganz gut aus mit einer weißen Weihnacht in diesem Jahr. Als wir von Zeuthen zum Weihnachtsmarkt nach Cottbus gefahren sind, wurde es immer weißer, je weiter wir in Richtung Lausitz vorankamen.“
Michael Helbig
Annette (47) und Oliver (48) Krell aus Cottbus: „Mit Schnee ist das Weihnachtsfest erst komplett. Dann hat man erst das richtige Weihnachtsgefühl. Wir erinnern uns noch sehr gern an ein Weihnachtsfest vor einigen Jahren. Da gab es an Heiligabend so viel Schnee, dass wir kaum nach Hause gekommen sind. Aber dadurch, dass weiße Weihnachten so selten geworden sind, erinnert man sich kaum noch daran. Auf der anderen Seite der Erdkugel gibt es keinen Schnee, und es wird trotzdem Weihnachten gefeiert.“
Michael Helbig