In Südbrandenburg werden immer mehr tote Wildschweine in den Wäldern gefunden. Nach Informationen der Rundschau sind im Landkreis Spree-Neiße seit Mittwochmorgen 45 Mitarbeiter der Forstwirtschaft sowie Jäger im Kerngebiet unterwegs auf Fallwildsuche. Dabei sollen bis zum Nachmittag vier Wildschweinkadaver gefunden worden sein. Der deutschlandweit erste Fall der Afrikanischen Schweinepest war vergangenen Donnerstag in Schenkendöbern im Landkreis Spree-Neiße festgestellt worden.
Auch im benachbarten Landkreis Odee-Spree sind am Mittwoch fünf Wildschweinkadaver gefunden worden. Das sagte Mario Behnke, Sprecher des Landkreises, am Mittwoch auf Anfrage. Proben seien ins Landeslabor zur Untersuchung gesandt worden. Bereits am Dienstag waren fünf tote Wildschweine in dem Areal gefunden worden. Diese Kadaver waren im Landeslabor positiv auf die Afrikanische Schweinepest getestet worden. Die Proben werden nun vom nationalen Labor weiter untersucht. Ein Ergebnis von dort liegt noch nicht vor.
Die Brandenburger Landesregierung prüft eine Öffnung des Gebiets, in dem eine landwirtschaftliche Nutzung verboten ist. Rund um den ersten Fundort des toten Wildschweins mit Schweinepest ist ein gefährdetes Gebiet mit Radius von bis zu 25 Kilometern abgegrenzt, in dem Restriktionen gelten. Die Nutzung land- und forstwirtschaftlicher Flächen ist verboten. Eine Kernzone darf zudem nicht betreten werden.
„Das Getreide steht auf den Feldern, Gülle muss ausgefahren werden“, sagte Agrarminister Axel Vogel (Grüne). Am Donnerstag sei ein Treffen der Kreisbauernverbände mit örtlichen Landwirten geplant: „Dabei soll besprochen werden, wie gegebenenfalls weiter gearbeitet werden kann.“
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