Schweinepest in Brandenburg
: Weitere tote Wildschweine nahe des ersten Fundortes entdeckt

Nach dem ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest in Deutschland sind in Südbrandenburg weitere Wildschweinkadaver entdeckt worden.
Von
dpa, dst
Potsdam
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  • In der Nähe des ersten Fundortes im Landkreis Spree-Neiße sollen weitere tote Wildschweine gefunden worden sein.

    In der Nähe des ersten Fundortes im Landkreis Spree-Neiße sollen weitere tote Wildschweine gefunden worden sein.

    dpa
  • Die Kernzone erfasst einen Umkreis von drei Kilometern um den Fundort. Diese Abgrenzung wird mit einem elektrischen Zaun abgesichert und mit Betretungs- und Ernteverboten belegt. Bei der zweiten Zone mit einem Radius von 15 Kilometern handelt es sich um das gefährdete Gebiet. In diesem sind der Transport von Schweinen und Freilandhaltung untersagt. Grünfutter und Einstreu aus der Zone dürfen nicht verwendet werden. Dem folgt der dritte Radius mit einer Weite von 30 Kilometern. Von hier dürfen Schweine nur national transportiert werden.

    Die Kernzone erfasst einen Umkreis von drei Kilometern um den Fundort. Diese Abgrenzung wird mit einem elektrischen Zaun abgesichert und mit Betretungs- und Ernteverboten belegt. Bei der zweiten Zone mit einem Radius von 15 Kilometern handelt es sich um das gefährdete Gebiet. In diesem sind der Transport von Schweinen und Freilandhaltung untersagt. Grünfutter und Einstreu aus der Zone dürfen nicht verwendet werden. Dem folgt der dritte Radius mit einer Weite von 30 Kilometern. Von hier dürfen Schweine nur national transportiert werden.

    Schubert
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Nach dem ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest in Deutschland sind in Brandenburg weitere Wildschweinkadaver entdeckt worden. Tests im Landeslabor seien positiv auf die Afrikanische Schweinepest gewesen und würden nun vom nationalen Labor, dem Friedrich–Loeffler–Institut, weiter untersucht. Nach Information der Märkischen Oderzeitung waren mehrere tote Schweine im Landkreis Oder–Spree gefunden worden. Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnenmacher (Grüne) sprach im Landtag von fünf Tieren. Ein Wildschwein sei krank erlegt worden, vier andere seien tot aufgefunden worden. Im benachbarten Spree–Neiße–Kreis, in dem vorige Woche ein totes Wildschwein mit Schweinepest entdeckt wurde, hat nach Rundschau–Informationen die amtliche Suche nach weiteren Kadavern noch gar nicht begonnen. Demnach soll der Startschuss Ende der Woche erfolgen.

Die Afrikanische Schweinepest war vergangene Woche bei einem bei Schenkendöbern im Landkreis Spree–Neiße gefundenem toten Wildschwein nachgewiesen worden. Das infizierte Tier sei der Kadaver einer zwei– bis dreijährigen Bache gewesen, der zwei bis vier Wochen dort gelegen habe. Inzwischen wurde ein zwölf Kilometer langer mobiler Elektrozaun rund um die Kernzone am Fundort aufgestellt.

Auch Sachsen rüstet sich für die Schweinepest

Auch Sachsen bereitet sich auf die Schweinepest vor. Sozialministerin Petra Köpping sieht den Freistaat auf einen möglichen Ausbruch vorbereitet. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir die ersten positiven Funde haben“, sagte die SPD–Politikerin am Dienstag in Dresden nach einer Sitzung des Kabinetts. Köpping verwies darauf, dass der Freistaat schon im März einen rund 130 Kilometer langen mobilen Schutzzaun an der Grenze zu Polen errichtet habe. Zusätzlich wird nun ein 50 Kilometer langer fester Zaun angeschafft, der im Seuchenfall um die Gefahrenzone errichtet werden kann. Zudem bekommen die Jäger 30 mobile Fanganlagen für Wildschweine. Für Menschen ist die Tierseuche ungefährlich. Ein nachgewiesener Seuchenfall hätte allerdings gravierende Auswirkungen für die schweinehaltenden Betriebe in Sachsen, so die Ministerin.