Frühling in Cottbus: Die vier schönsten Orte für einen Frühlingsabend

Zum Frühling einen Sonnenuntergang in Cottbus und Umgebung genießen? Da haben wir ein paar Vorschläge.
Frank HilbertIn Cottbus streckt der Frühling die Fühler aus. Die ersten warmen Sonnenstrahlen werden zwar immer wieder von grauen Regendecken unterbrochen, doch die Aussichten sind vielversprechend. Doch wohin am nächsten Wochenende? Wir haben ein paar Vorschläge, ob mit Kindern, feierabendtauglich oder weit weg von menschlicher Zivilisation.
Dabei lohnt es sich, über den Tellerrand hinauszublicken oder das Auto stehenzulassen. Was alle Orte gemeinsam haben: weite Blicke über Stadt und Land. Denn sind wir ehrlich – wer sagt schon Nein zu einem Sonnenuntergang?
1. Für Fahrrad-Liebhaber: die Schlichower Höhe
Für Tagebau-Interessierte und Freunde der (kurzen) Radausflüge ist die Schlichower Höhe das perfekte Ziel. Von der Cottbuser Innenstadt erreicht man den Aussichtspunkt mit dem Zweirad in weniger als 20 Minuten. Ideal zum Abschalten nach der Arbeit. Wer lieber auf die motorisierte Fortbewegung setzt, spart ein paar Minuten. Ein richtiger Geheimtipp ist die Schlichower Höhe sicherlich nicht.
Allerdings wird hier für alle etwas geboten: Sitzbänke in der Sonne mit Ausblick auf wahlweise Cottbus oder das Kraftwerk Jänschwalde, Spielgeräte für jede Generation und ein Kletterfelsen für alle, die sich ein wenig herausfordern möchten.
2. (K)eine Menschenseele weit und breit: der Buckwitzberg
Der Buckwitzberg ist einer unserer persönlichen Lieblingsorte. Warum? Auch am Wochenende trifft man hier kaum andere Menschen. Zwischen Gesteinen aus der letzten Eiszeit und grüner Landschaft lässt es sich gut picknicken, lesen, etwas über die Geschichte der Region lernen oder das eine oder andere Foto schießen. Die Möglichkeiten sind endlos. Bonuspunkt: 142 Meter Höhe und abwechslungsreicher 270 Grad-Blick.

Der Buckwitzberg zwischen Cottbus und Spremberg ist eine Adresse für all jene, die sich weitab von Menschenmassen entspannen möchten.
Heike ReißEinen Nachteil gibt es: Der Buckwitzberg ist nur mit dem Auto gut zu erreichen. Die Fahrt dauert von Cottbus etwa 25 Minuten; mit dem Rad sind es rund 55 Minuten. Dennoch ein guter Ort für Fotografen und Fotografinnen, zweite Dates und die Tage, an denen man nicht das sehen möchte, was man schon kennt.
3. Perspektivwechsel auf dem Aussichtsturm Merzdorf
Wer den abendlichen Ausflug noch verlängern möchte, zieht von dort weiter auf den Aussichtsturm Merzdorf. Über 173 Stufen gelangt man auf die Plattform auf 31 Meter Höhe. Belohnt wird man dort mit bester Sicht über den zukünftigen Cottbuser Ostsee und die Lausitzmetropole. Und von dort oben lässt sich auch gleich mit geübtem Auge der Wasserstand im Zukunftsprojekt schätzen. Am Fuße des Aussichtsturms bieten einige Informationstafeln weitere Details zum Projekt.

Der Aussichtsturm Merzdorf am zukünftigen Ostsee.
©Michael HelbigWer den Turm schon in- und auswendig kennt, der kann die Perspektive wechseln: Decke mitnehmen, auf den Boden legen und in den Himmel schauen – Sterne beobachten einmal anders. Natürlich nur bei Windstille, trockenem Wetter und auf eigene Gefahr.
4. Abschalten unter Blättern: die Jubiläumsbrücke
Zwischen Eichenpark und Madlower Volkspark spannt sich am Kiekebuscher Spreewehr eine Brücke über den Graben der Markgrafenmühle. Ob beim Spazieren gehen oder als Alternative für nächste Runde mit dem Vierbeiner: Hier lässt es sich aushalten. Die älteste Brücke von Cottbus stammt aus dem Jahr 1913/14. Der damalige Oberbürgermeister Paul Werner hat sie zum 25. Regierungsjubiläum Kaiser Wilhelms II. übergeben.
Heute ist die Brücke ein beliebtes Fotomotiv. Wer mit dem ÖPNV anreisen möchte, kann die Tramhaltestellen Spreestraße oder Badesee Madlow nutzen. Von dort sind es jeweils etwa 20 Minuten Fußweg bis zum Ziel. Vorbei am Madlower See lässt sich so dabei auch direkt das Waldbaden vor der eigenen Haustür ausprobieren.
Extra-Tipp: der Cottbuser Bücherfrühling
Drei Jahre in Folge ist der Cottbuser Bücherfrühling ausgefallen. Jetzt geht die Veranstaltung in die 28. Runde. Unter dem Motto „Der Andere neben dir“ finden vom 27. März bis zum 22. Juni 2023 im gesamten Stadtgebiet 40 Events statt. Es geht um Menschen, Gemeinsamkeit und warum diese Leben verlängert. Bei „Gedanken von der Couch“ geben junge Autoren und Autorinnen aus der Pückler-Stadt ihre Texte zum Besten, der literarische Spaziergang bringt neue Perspektiven auf Sandow hervor und im Buch „Gehen oder bleiben?“ kommen Lebenswege auf den Tisch, die von Cottbus weg und doch immer wieder zurückführen.
Ausstellungen in der Stadt- und Regionalbibliothek, im Wendischen Museum, in der Stiftung Fürst-Pückler-Museum, im Stadtmuseum Cottbus und in der Bücherei Sandow ergänzen den Bücherfrühling. Auch ein spezielles Programm für Kinder ist dabei. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es auf der Website der Stadt Cottbus.