Fahrrad in Berlin und Brandenburg: Kostenlose Boxen am Bahnhof – so funktioniert's

Vorteil für Pendler in Brandenburg und Berlin: In den neuen Boxen können Fahrräder am Bahnhof sicher und regengeschützt abgestellt werden.
Jan Pauls Fotografie- Neue Fahrradboxen an Berliner Bahnhöfen bieten Pendlern sicheren und kostenfreien Parkplatz.
- Boxen sind Teil der „Bike+Ride-Offensive“, gefördert von Deutsche Bahn und Bundeswirtschaftsministerium.
- Registrierung per App erforderlich, erste 24 Stunden kostenfrei, danach 70 Cent pro 24 Stunden.
- Weitere Boxen an verschiedenen Bahnhöfen in Berlin und Brandenburg geplant.
- Jahreskarte kostet 70 Euro, Monatskarte 7 Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bike+Ride ist für viele Pendler zwischen Berlin und Brandenburg eine Alternative zum Auto. Doch die Angst, dass das Fahrrad am Bahnhof geklaut wird, ist groß. Sicherheit, aber auch Schutz vor Wind und Wetter sowie vor Vandalismus bieten an vielen Bahnhöfen Fahrrad-Boxen, die von unterschiedlichen Anbietern betrieben werden.
Die beiden neuen Anlagen, die am Mittwoch (28. Mai 2025) am S-Bahnhof Hermsdorf (72 Stellplätze) und am S-Bahnhof Adlershof (24 Stellplätze) von Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde eröffnet wurden, sind für Nutzer erst mal kostenlos. Denn sie wurden im Rahmen der „Bike+Ride-Offensive“, einer Kooperation der Deutschen Bahn und des Bundeswirtschaftsministeriums, gefördert.
„Wir wollen, dass Radfahrende sicherer und komfortabler von A nach B kommen“, sagte Verkehrssenatorin Ute Bonde zur Eröffnung. „Mit den neuen gesicherten Fahrradabstellanlagen wird die kombinierte Nutzung aus ÖPNV und Radverkehr einen Schub bekommen“, hofft die Politikerin.
Bahnhof in Berlin – abschließbare Fahrradstellplätze
Das Angebot ist bis zum 1. September 2025 kostenlos. Wer sein Fahrrad in dem Container mit Einstellboxen parken will, muss sich vorher über die App www.parkyourbike.net kostenlos registrieren.
Aber auch nach der Einführungsphase bleiben die ersten 24 Stunden eines Parkvorgangs im Flex-Tarif kostenfrei. Wer sein Rad länger parkt, muss eine Gebühr von jeweils 70 Cent pro angefangene 24 Stunden zahlen. Auch ein Erwerb von Zeitkarten ist möglich. Eine Monatskarte für das Fahrradparken in der geschützten Box kostet sieben Euro und die Jahreskarte 70 Euro.
Die doppelstöckigen Fahrradcontainer funktionieren ähnlich wie Schließfächer für Gepäck, nur dass sie größer sind und zusätzlich einen Bildschirm mit Bediensystem integriert haben. Wer nur noch in den oberen Boxen einen Platz findet, dessen Rad darf nicht höher als 108 Zentimeter sein und nicht mehr als 30 Kilo wiegen. „Diesen gängigen Größen entsprechen aber die meisten Räder“, heißt es vom Unternehmen.
Fahrrad am Bahnhof abstellen – App zeigt alle Standorte an
Ein Schienensystem, welches in diesen Boxen verbaut ist, macht das Einparken ohne große Kraftanstrengung möglich. „Wer es ausprobiert, merkt, wie einfach und entspannt es funktioniert, sein Rad in einer gesicherten Anlage zu parken“, betont Michael Fugel, Geschäftsführer infraVelo.
Mit dem attraktiven und kostenfreien Parken wolle man die Menschen motivieren, das neue Angebot zu testen. Ein einheitliches System sei auch der Schlüssel für den sukzessiven Ausbau gesicherter Fahrradstationen in Berlin und Brandenburg, glaubt Fugel. „Hierfür bieten wir den Bezirken und Kommunen alle Leistungen von A bis Z aus einer Hand.“
Die Handy-App gibt Pendlern nicht nur einen Überblick über laufende und vergangene Parkvorgänge sowie deren Kosten, sondern zeigt auch alle verfügbaren Boxen an. Diese lassen sich kostenfrei reservieren.
InfraVelo, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der landeseigenen Grün Berlin GmbH, hat schon seit 2022 sukzessive Pilotanlagen in Berlin errichtet. Weitere Fahrradcontainer stehen am Rathaus Schöneberg, am U-Bahnhof Alt-Mariendorf (beide Tempelhof-Schöneberg), am U-Bahnhof Wutzkyallee (Neukölln), am S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost (Lichtenberg) und am S-Bahnhof Schöneweide (Treptow-Köpenick).
Zudem wurde am Mittwoch eine Anlage am Bahnhof Falkensee (Havelland) mit 151 Fahrradboxen eröffnet, die ebenfalls mit ParkYourBike betrieben werden. Eine weitere Anlage am Berliner S-Bahnhof Lichterfelde Süd mit 48 Stellplätzen wird laut Senatsverwaltung im Herbst fertig.
„Die neuen und modernen Abstellanlagen für Räder stehen im direkten Bahnhofsumfeld“, freut sich auch Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Berlin und Brandenburg. Die Deutsche Bahn wolle Berlin sowie interessierte Kommunen im Umland auch künftig unterstützen, geeignete Standorte zu finden, um das Angebot auszuweiten, betont er.



