Brandenburgs Lehrer und Erzieher können sich ab Anfang August freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Das Gesundheitsministerium, das Bildungsministerium und die Kassenärztliche Vereinigung unterzeichneten am Mittwoch eine entsprechende Vereinbarung. Bildungsstaatssekretärin Ines Jesse (SPD) erklärte, dass es für die Test Berechtigungsscheine gibt, mit denen das Personal der öffentlichen und freien Schulen und Kitas, einschließlich Sozialarbeiter, Sekretärinnen und Hausmeister, sich bis zu sechs Mal bis Ende November testen lassen können. Durchgeführt werden die Tests bei den jeweiligen niedergelassenen Ärzten einlösen.

Brandenburger Schüler sollen auch auf das Coronavirus getestet werden

Darüber hinaus soll ein Prozent der Schüler (2900 Kinder und Jugendliche) einmal getestet werden. Laut Jesse werden die Kriterien für die Auswahl der Schüler noch erarbeitet. Diese Tests, so die Staatssekretärin, werden nicht an allen Schulen durchgeführt werden können. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher betonte, dass nach Auswertung der Tests entschieden wird, ob weitere Tests folgen.
Für die Durchführung der Tests und die Beratung wird vom Land eine Gebühr von je 25 Euro gezahlt, die Laborkosten werden mit je 50,50 Euro beziffert. Hinzu kommt noch eine Verwaltungsgebühr. Das Land hat eine Summe von 14,3 Millionen Euro aus dem Corona-Rettungsschirm bereit gestellt.
Auf Nachfrage räumte die Gesundheitsministerin ein, dass es noch keine Lösung für die Tests von Mitarbeitern in Pflegeeinrichtungen gibt. Die logistischen Probleme hätten sich als sehr hartnäckig erwiesen. Zurzeit werde ein Angebot des DRK für diese Tests geprüft.