Bis 19. April gelten in Brandenburg und Sachsen die aktuellen Corona-Beschränkungen. Am Freitag wollen die jeweiligen Landesregierungen neue Rechtsverordnungen zur Eindämmung des Virus beschließen. Dabei soll es Lockerungen geben.

Das soll für Kitas und Schulen gelten

Krippe, Kita und Schulen bleiben in Brandenburg vorerst bis 3. Mai für den allgemeinen Betrieb geschlossen. Die bestehende Notbetreuung wird für weitere Berufs- und Bedarfsgruppen ausgeweitet. Die konkrete Ausgestaltung wird mit den kommunalen Spit-zenverbänden abgestimmt.

Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen der Abschlussklassen dieses Schuljahres sollen nach entsprechenden Vorbereitungen ab 27. April wieder stattfinden können. Das betrifft in Brandenburg die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen an Oberschulen, Gesamtschulen und Gymnasien, die noch in diesem Jahr den Mittleren Abschluss erreichen wollen.

Eine Woche später, ab 4. Mai, soll der Schulunterricht in geeigneter Form wieder beginnen für

• die letzte Grundschulklasse,

• die Abschlussklassen und qualifikationsrelevanten Jahrgänge der allgemeinbildenden sowie berufsbildenden Schulen, die im nächsten Schuljahr ihre Prüfungen ablegen.

Die Lerngruppen sollen an den Schulen verkleinert, damit Abstände eingehalten werden können. Die konkrete Ausgestaltung wird vom Bildungsministerium erarbeitet.

Das Abitur soll in Brandenburg unabhängig von der Öffnung der Schulen wie geplant stattfinden. Prüfungsstart wäre am Montag, 20. April.

In der Hochschullehre können neben der Abnahme von Prüfungen auch Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- beziehungsweise Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern (zum Beispiel Laborpraktika, Präparierkurse) unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wiederaufgenommen werden. Bibliotheken und Archive können unter Einhaltung der Regeln wieder geöffnet werden.

Sachsen wird wie geplant ab kommenden Montag seine Schulen für Schüler aller Abschlussklassen wieder öffnen. Die Regelung gilt für Gymnasien, Berufliche Schulzentren, Oberschulen und Förderschulen gleichermaßen. „Ein regulärer Unterricht findet nicht statt. Im Vordergrund stehen die Vorbereitungen auf die Abschlussprüfungen“, hieß von Kultusminister Christian Piwarz (CDU) während einer Pressekonfernez am Mittwochabend. Zunächst dürfen auch nur die Lehrerinnen und Lehrer an die Schulen zurück, die zur Vorbereitung auf die Prüfungen gebraucht werden. Erst ab dem 22. April beginnt die eigentliche Prüfungsvorbereitung. Die Abiturprüfungen sollen wie geplant laufen. Konsultationen sind ab dem Montag möglich. Für den eingeschränkten Schulbetrieb gelten strenge Hygiene- und Abstandsregeln

Das ist für den Einzelhandel vorgesehen

Zusätzlich zu den bestehenden Erlaubnissen können in Brandenburg folgende Geschäfte unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen wieder öffnen:

• alle Geschäfte bis zu 800 Quadratmeter Verkaufsfläche

• unabhängig von der Verkaufsfläche Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen.

In Sachsen Öffnen dürfen auch für die Grundversorgung notwendige Geschäfte wie zum Beispiel Banken, Sparkassen, Geldautomaten, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Buch- und Zeitungsläden, Filialen des Brief- und Versandhandels, Reinigungen, Waschsalons, Baumärkte, Ladengeschäfte von Handwerksbetrieben, Möbelhäuser, Telekommunikationsanbieter, Tankstellen, Autohäuser, Fahrradläden, Kfz- und Fahrradwerkstätten sowie einschlägige Ersatzteilverkaufsstellen, selbstproduzierende Baumschulen sowie Gartenbaubetriebe, Tierbedarf, der Großhandel. Die Erlaubnis zur Öffnung betrifft Ladengeschäfte des Einzelhandels jeder Art bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmeter.

Sachsen hebt Ausgangsbeschränkung auf

Die bisher in Sachsen geltende strenge Ausgangsbeschränkung wird zum Montag aufgehoben. Stattdessen gelte künftig eine Kontaktbeschränkung, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Damit könne zu den Menschen aus dem eigenen Haushalt dann auch Kontakt zu einer anderen Person aufgenommen werden. Kretschmer lobte das bisher verantwortungsbewussten Verhalten der Bürger. Diese mache diese vorsichtigen Schritte möglich. Der Regierungschef appellierte, die erreichten Erfolge nicht zu gefährden. (mit dpa)

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