Corona in Brandenburg
: Kabinett berät über Corona-Kurs - weniger neue Corona-Fälle gemeldet

Die Corona-Infektionszahlen steigen in Brandenburg, aber nicht auf hohem Niveau. Um zu beraten, wie es mit den Corona-Regeln weitergeht, kommt das Kabinett in den Sommerferien zusammen.
Von
bb
Potsdam
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Archivfoto – Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, spricht während einer Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Lage und die Organisation des Schulunterrichts. Neben ihm gehen Britta Ernst (l, SPD), Brandenburger Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, und Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz. Das Kabinett will am kommenden Dienstag über den weiteren Kurs in den Schulen nach den Sommerferien beraten.

Soeren Stache

Das Brandenburger Kabinett will rund drei Wochen vor dem ersten Schultag nach den Sommerferien am kommenden Dienstag über den Kurs in der Corona-Pandemie vor allem für Schulen beraten. Dabei geht es auch um die Frage einer Maskenpflicht an Grundschulen, wo Schülerinnen und Schüler zuletzt keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen mussten. Bisher ist nach Angaben aus Regierungskreisen vom Wochenende nicht absehbar, dass es darüber hinaus zu neuen Beschränkungen kommen könnte. Formelle Beschlüsse werden für Dienstag nicht erwartet.

Das Kabinett hatte die bestehenden Corona-Regeln am 9. Juli bis zum Monatsende verlängert. Damit gilt zum Beispiel weiter eine Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Bussen und Bahnen.

Sieben-Tage-Inzidenz landesweit in Brandenburg gesunken

Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen ist in Brandenburg am Sonntag deutlich zurückgegangen. Die Gesundheitsämter meldeten fünf neue Fälle, vier im Landkreis Havelland und einen Fall im Kreis Märkisch-Oderland, wie das Gesundheitsministerium berichtete. Am Samstag waren 19 neue Fälle hinzugekommen, vor einer Woche 18. Am Wochenende und zu Wochenbeginn werden neue Infektionen nicht immer regelmäßig gemeldet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, die den Wert neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche angibt, ist landesweit etwas von 6,0 auf 5,5 gesunken. Vor einer Woche lag sie bei 3,5. Den höchsten Inzidenzwert hat weiter Frankfurt (Oder) mit 17,3, knapp dahinter folgt der Kreis Havelland mit 17,2. Cottbus und der Kreis Oberhavel liegen mit der Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter 10, weil dort keine neuen Fälle gemeldet wurden. Am niedrigsten ist der Wert neuer Ansteckungen in der Uckermark mit 0,8 und dem Kreis Oberspreewald-Lausitz mit 0,9.

Brandenburg ist bei der Impfquote auf den hinteren Plätzen

Während in den kleineren Ländern Bremen und dem Saarland bereits die Hälfte der Bevölkerung komplett gegen das Coronavirus geimpft ist, liegt Brandenburg mit einem Anteil von 42,6 Prozent mit Sachsen auf dem letzten Platz, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Samstag hervorgeht. Eine erste Impfung haben 54,7 Prozent der Brandenburgerinnen und Brandenburger - damit ist das Land auf dem drittletzten Rang vor Thüringen und Sachsen.