Brandenburg hat am Sonntag 9600 Dosen des neu zugelassenen Impfstoffs des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca erhalten. Dieser Impfstoff ist für unter 65-jährige Menschen vorgesehen, wie Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft, der auch Leiter des Krisenstabs ist, am Montag im RBB-Inforadio sagte. Voraussichtlich in dieser Woche sollen Termine für das Personal in Krankenhäusern, Altenheimen und in den ambulanten Pflegediensten angeboten werden. Insgesamt sollen ab dieser Woche bis Anfang März knapp 170.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer und Astrazeneca nach Brandenburg geliefert werden, sagte Ranft.

Neben der Hotline gibt es künftig persönliche Impf-Einladungen

Mit der steigenden Zahl an Impfberechtigten wird auch das Anmeldesystem weiter ausgebaut. In Zukunft werden die Impftermine für Menschen über 80 Jahre nicht nur noch per Hotline 116 117 vergeben, sondern auch per zielgerichteter persönlicher Einladung per Brief. Das bestätigt Gabriel Hesse, Sprecher des Brandenburger Gesundheitsministeriums: „Die 116 117 hat sich bewehrt. An der Hotline sind inzwischen so viele Agenten im Einsatz, dass 90 Prozent der Anrufer auch tatsächlich durchgekommen sind. Nur am Anfang hatten wir einige Startschwierigkeiten.“ Mit der Gruppe der über 80 Jährigen wächst jetzt auch die Zahl der zu Impfenden. Deswegen soll das Anmeldesystem noch weiter ausgebaut werden. Hesse: „Wir setzen auf die Mehrgleisigkeit und werden jetzt auch zielgerichtet per Brief einladen.“

Cottbus

In Brandenburg gibt es im Augenblick keine Impftermine

Offen ist allerdings noch, wann es damit losgehen wird. Dazu laufen laut Hesse im Hintergrund die genauen Abstimmungen. Zu klären ist auch noch, ob mit der Einladung zum Beispiel schon ein fester Impftermin vergeben wird. „Bei einem Brief mit einem festen Termin wird es kompliziert, wenn die Termine wie vor kurzem kurzfristig ausfallen müssen, wenn kein Impfstoff da ist. Über die Hotline-Kontakte konnten wir die Menschen einfach direkt zurückrufen“, so Hesse.
Im Augenblick ist es ohnehin so, dass in Brandenburg nach wie vor keine neuen Impftermine vergeben werden, da der nötige Impfstoff fehlt. Wie lange das so sein wird, ist offen.
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