In Brandenburg haben die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Als erste Brandenburgerin wurde am Sonntag die 87-jährige Ruth Heise im Seniorenwohnpark des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Großräschen geimpft. Anschließend kamen weitere Bewohner der Einrichtung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz dran. Das DRK ist für die Koordinierung der Termine für die mobilen Impfteams und den Transport des Impfstoffs in die Heime zuständig.
Später sind Impfungen in Heimen in den Landkreisen Havelland und in Cottbus geplant.
Von Dienstag an sollen Mitarbeiter in den Krankenhäusern geimpft werden. Die Eröffnung zweier Impfzentren in Potsdam und Cottbus ist für den 5. Januar geplant. Anschließend sollen bis Anfang Februar weitere neun Impfzentren im ganzen Land aufgebaut werden.
Zur Terminvergabe soll vom 4. Januar an unter der Nummer 116 117 eine Hotline freigeschaltet werden, wie die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg berichtete. Dort sollen zunächst über 80-Jährige einen Termin bekommen. In den Zentren sollen sechs Impfteams jeweils bis zu zehn Bürger pro Stunde impfen. Dafür haben sich mehr als 1000 Ärzte freiwillig gemeldet. Der weitere Ablauf der Impfungen hängt vor allem von der Verfügbarkeit des Impfstoffs ab.
Erste Corona-Impfungen in Deutschland gestartet

Bildergalerie Erste Corona-Impfungen in Deutschland gestartet

Erste Corona-Impfung im Landkreis Zwickau

In Sachsen haben am Sonntagmorgen die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Zum offiziellen Impfstart besuchte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) ein Pflegeheim in Lichtentanne (Landkreis Zwickau). Dort bekam als Erste eine 85-jährige Bewohnerin die Impfung verabreicht. Köpping bezeichnete die Seniorin als Vorbild und nannte den Beginn der Impfungen einen „Hoffnungsschimmer“. „Wir haben jetzt eine Möglichkeit, etwas zu tun, wir können aktiv werden“, so Köpping.
Neben zwei Pflegeheimen soll am Sonntag laut Köpping auch in der Chemnitzer Klinik mit den Corona-Impfungen begonnen werden. Der Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer war erst am vergangenen Montag in der Europäischen Union zugelassen worden; die ersten Dosen wurden am Samstag in Deutschland an die Bundesländer ausgeliefert.
Zum Start der Schutzimpfungen stehen im Freistaat zunächst knapp 10.000 Impfdosen bereit, eine weitere Lieferung von mehr als 24 000 Dosen wird nächsten Montag erwartet. Genau elf Monate nach Bekanntwerden der ersten Corona-Infektion in Deutschland hat am Sonntag in allen Bundesländern das Impfen begonnen.

101 Jahre alte Seniorin in Berlin als Erste geimpft

In der Hauptstadt haben die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Im Beisein von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) bekam in einem Pflegeheim in Berlin-Steglitz am Sonntagmorgen eine 101 Jahre alte Seniorin eine Spritze mit dem Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer. Für den Start hat Berlin nach Angaben der Gesundheitsverwaltung zunächst 9750 Impfdosen erhalten.
Zuerst sollen berlinweit Bewohner von Pflegeheimen geimpft werden, die als besonders gefährdete Gruppe gelten. Dafür stehen 60 mobile Impfteams zur Verfügung. Sie fahren Pflegeheime in der ganzen Stadt an. Pro Team sind künftig 50 Impfungen am Tag geplant. Die Gesundheitssenatorin rechnet damit, dass die Impfungen von Pflegeheim-Bewohnern bis Anfang Februar dauern werden.
Die Mitarbeiter der Pflegeheime sollen parallel geimpft werden. Dafür geht am Sonntagnachmittag (14.00 Uhr) das mit 80 Impfkabinen größte der sechs Berliner Impfzentren in Betrieb. Es wurde in der Arena-Halle in Treptow aufgebaut, in der sonst Konzerte und andere Veranstaltungen stattfinden.