„Es geht für viele um Leben und Tod.“ Das sagt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) – und bereitet das Land somit auf noch härtere Corona-Maßnahmen vor. Offiziell ist das Wort „Lockdown“ noch nicht gefallen. Für Ungeimpfte kommen die neuen Regeln dem aber gleich.
  • Ab wann sollen neue Regeln gelten?
  • Wo können Ungeimpfte noch Zutritt bekommen?

Lockdown in Brandenburg: 2G im Einzelhandel geplant

Die Corona-Lage verschärft sich vor allem im Süden von Brandenburg rasant: Mit Spree-Neiße hat ein dritter Landkreis die Marke von 1000 neuen Infektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen übersprungen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg im Kreis Elbe-Elster auf 1324,6 - das ist Daten des Robert Koch-Instituts vom Dienstag (23.11.) zufolge der siebthöchste Wert bundesweit in einem Landkreis. In Oberspreewald-Lausitz legte er auf 1358,9 zu und in Spree-Neiße auf 1018,5. Damit hat OSL die höchste Inzidenz im Land. In Brandenburg/Havel herrscht die niedrigste Inzidenz bei 342,1.
In der Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 1826 am höchsten im Landesdurchschnitt, bei den 5- bis 9-Jährigen sind es 1606. Noch höher ist der Wert bei den 5- bis 9-Jährigen im Kreis Oberspreewald-Lausitz mit 4326.

Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen

Aus diesem Grund hat das Kabinett weitere Corona-Maßnahmen beschlossen. Diese gelten dann ab dem 24. November bis zum 15. Dezember. Das bedeutet: 2G auch im Einzelhandel und bei körpernahen Dienstleistungen sowie Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Maximal fünf Personen dürften sich dann treffen, aus dem eigenen Haushalt plus einem zweiten Haushalt. Nicht mitgezählt werden Geimpfte, Genesene und Kinder bis 18 Jahren.
Welche Regeln noch gelten sollen, lest ihr hier nach:
Außerdem soll es eine nächtliche Ausgangssperre für Landkreise mit einer Corona-Inzidenz über 750 geben. Die Ausgangssperre greift nur dann, wenn zeitgleich die Belastung der Intensivbetten im ganzen Land über zehn Prozent liegt. Aktuell ist die ITS-Belastung in Brandenburg bei 14,84 Prozent (Stand 23.11.).
Das bedeutet, dass in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Dahme-Spreewald und Elbe-Elster die nächtliche Ausgangssperre greift. Sie gilt zwischen 22 und 6 Uhr. Ausnahmen gibt es z.B. für den Arbeitsweg. Wer sich nicht an die Regeln hält, dem könnte ein Bußgeld drohen.
Die genauen Informationen zur Ausgangssperre lest ihr hier nach: