Das Auswärtige Amt wird erstmals in seiner 150-jährigen Geschichte durch eine nachgeordnete Behörde unterstützt: Das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten kümmert sich ab sofort von Brandenburg an der Havel aus um die Verteilung von Mitteln für humanitäre Hilfsprojekte, Visa für Fachkräfte aus dem Ausland, Personalfragen und die Verwaltung der Immobilien im Ausland.
„Für eine effektive Außenpolitik ist es wichtig, dass diese Aufgaben so professionell und effizient wie möglich angegangen werden“, begründete Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) die Schaffung der neuen Behörde, die am 4. Januar 2021 ihre Arbeit aufnahm.

Auswärtige Amt arbeitet jetzt auch von Brandenburg aus

Das nur etwa 70 Kilometer vom Ministerium entfernte Bundesamt startet mit 80 Mitarbeitern, von denen zunächst die Hälfte in Brandenburg arbeitet.
Bis 2025 sollen es zwischen 700 und 1000 sein. Die Beschäftigten der neuen Behörde werden anders als die Diplomaten im Auswärtigen Amt fest an einem Standort stationiert sein und nicht alle paar Jahre zwischen Berlin und den mehr als 200 Auslandsvertretungen weltweit rotieren. Durch die Auslagerung der Verwaltungsaufgaben soll sich das Ministerium stärker auf sein Kerngeschäft konzentrieren können.

Woidke: „Wichtiger Impuls“ zur Stärkung der Region

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach von einem „wichtigen Impuls“ zur Stärkung der Region. Gerade im 30. Jahr der deutschen Einheit sei es immens wichtig, dass die Bundesregierung Präsenz in der Fläche zeige.
„Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat und mit der Knappschaft in Cottbus und dem Präsidium der Bundespolizei in Potsdam jetzt eine weitere wichtige Bundeseinrichtung im Land Brandenburg beheimatet ist“, betonte Woidke in einer Mitteilung.

Cottbus

Der Oberbürgermeister von Brandenburg/Havel, Steffen Scheller (CDU), sprach von einem Ritterschlag für die Stadt und verwies auf die Verkehrsanbindung. „Man kommt von unserer Stadt also gut in die Welt, das passt doch sehr gut zum Außenministerium.“