Brandenburg hat etwa elf Millionen Euro an Grenzpendler aus Polen gezahlt, die nach Schließung der deutsch-polnischen Grenze wegen der Corona-Pandemie in Brandenburg zum Arbeiten geblieben waren. Das berichtete RBB24 mit Berufung auf Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Freitag, 31. Juli. Dem Bericht zufolge haben davon etwa 7000 polnische Arbeitnehmer profitiert, die in Brandenburg sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind und pro Tag eine Aufwandsentschädigung von 65 Euro für Miete und Lebensunterhalt bekommen haben.
Das Programm läuft dem RBB zufolge am 31. Juli aus. Wirtschaftsminister Steinbach sagte, es solle keine Nachbesserungen für Pendler geben, die keine Aufwandsentschädigung erhalten hätten: „Wir werden nicht immer jeden erreichen können. Wir werden auch nicht jedes Unternehmen während der Corona-Krise retten können. Aber 11,1 Millionen für Pendler und 7000 Menschen, die profitiert haben, ich glaube, das sind vorzeigbare Zahlen.“

Polen verhängte Quarantäne für Einreisende

Die polnische Regierung hatte Mitte März verfügt, dass alle Einreisenden in eine 14-tägige Quarantäne müssen. Davon waren auch die gut 14 000 Pendler betroffen, die täglich zur Arbeit nach Brandenburg fahren. Brandenburg hatte daraufhin beschlossen, jedem Pendler, der in Brandenburg blieb und weiterarbeitete, eine Aufwandsentschädigung zu zahlen. Seit Mitte Juni ist die Einreise nach Polen aus allen benachbarten EU-Mitgliedstaaten wieder ohne Einschränkungen möglich. Die Quarantänepflicht gilt seitdem nicht mehr.

Guben/Bad Muskau