Fünf Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat die Brandenburger Spendenaktion „Wir helfen“ am Freitagabend ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht.
Das Brandenburgische Staatsorchester hatte in Messehalle 4 in Frankfurt (Oder) zu einem Benefizkonzert eingeladen, dessen Einnahmen ebenfalls den Flutopfern in Westdeutschland zugutekommen.
Bis zum Freitag hatte sich die Spendensumme innerhalb weniger Wochen auf 857.788,74 Euro erhöht. Durch das Benefizkonzert, für das die Künstlerinnen und Künstler des Staatsorchesters um Stargeigerin Viviane Hagner auf ihre Gagen verzichten, kommt weiteres Geld hinzu, das beim Wiederaufbau in den Flutgebieten helfen soll. 
Die Lausitzer Rundschau und die Märkische Oderzeitung sowie der Landkreis Märkisch-Oderland und die Gemeinden Letschin und Wriezen haben die Aktion gemeinsam ins Leben gerufen.

Gäste aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz

Beim Benefizkonzert am Freitag waren 260 Besucherinnen und Besucher dabei, unter ihnen Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (beide SPD) sowie mehrere Vertreterinnen und Vertreter aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
„Es ist schwer, Worte für das Leid der Menschen in den Flutgebieten zu finden. Umso wichtiger war es, dass es schnell eine so große Welle der Solidarität auch aus Brandenburg gab“, sagte Woidke. „Wir stehen zusammen. Dieses Signal geht heute von Brandenburg nach Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.“

LR-Chefredakteur: „Ein starkes Zeichen der Solidarität!“

LR-Chefredakteur Oliver Haustein-Teßmer bedankte sich sowohl bei den Einsatzkräften in den Flutgebieten wie den zahlreichen Spenderinnen und Spendern der Hilfsaktion: „Es ist berührend zu erleben, wie hilfsbereit die Menschen in Brandenburg und in der Lausitz bis nach Sachsen hinein sind. Unsere Leserinnen und Leser haben sehr großzügig gespendet. Ein starkes Zeichen der Solidarität! Jetzt können wir mit dem gespendeten Geld konkret helfen. Dafür danke ich allen Spenderinnen und Spendern sehr.“

Landrat Gernot Schmidt: „In der Not steht man zusammen.“

Gernot Schmidt (SPD), Landrat von Märkisch-Oder­land, erinnerte daran, dass man sich nach der Flutkatastrophe spontan entschieden habe zu helfen. „In der Not steht man zusammen“, lautete das Credo.
Von den Spendengeldern profitieren Initiativen vor Ort. Eine von ihnen ist der Lebenshilfeverein Sinzig, der von dem schweren Unwetter in der Nacht zum 15. Juli besonders schwer betroffen war. Dort kamen zwölf Menschen ums Leben. Paul Reuther, der Mitbegründer der Einrichtung, war am Freitag in Frankfurt vor Ort. Impulse wie jene aus Brandenburg würden helfen, nach vorne blicken zu können, sagte er.
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