Nach der offiziellen Eröffnung des Weihnachtsmarktes in Weißwasser fällt den Verantwortlichen und Machern schon ein Stein vom Herzen. In den vergangenen Wochen haben etliche Ehrenamtler, Helfer und Unterstützer dafür gesorgt, dass nach zweijähriger, coronabedingter Pause in das ehemalige Glaswerk Telux zum Weihnachtsmarkt geladen werden kann.
„Ich bin sehr froh, dass sich viele Akteure gefunden haben, die helfen, den diesjährigen Weihnachtsmarkt zu ermöglichen“, sagt Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext). Er wisse, dass aus gesundheitlichen Gründe viele nicht mehr helfen konnten – und wegen vieler Corona-Fälle andere Helfer ausgefallen waren. „Ohne die vielen freiwilligen Helfer und auch Sponsoren wäre das Ganze hier nicht möglich gewesen“, bekennt auch Stadtvereinschef Frank Schwarzkopf.
Bäckermeister Maik Mersiovsky hat den Glasmacherstollen nicht nur entflammt, sondern auch angeschnitten.
Bäckermeister Maik Mersiovsky hat den Glasmacherstollen nicht nur entflammt, sondern auch angeschnitten.
© Foto: Joachim Rehle

Glasherstellung in Weißwasser live erleben

Und dass die Weißwasseraner durchaus längst auf den Weihnachtsmarkt gewartet haben, zeigt, dass schon kurz nach Eröffnung viele Besucher gekommen sind. Gleich am Eingang ist Olaf Giertz dreht Glas. Er hat zwischen 1982 und 1985 in der damaligen Lehrlingsglashütte Rietschen seine Lehre gemacht und in Weißwasser als Glasmacher gearbeitet. Inzwischen wohnt er in der Nähe von Rostock, wollte aber „unbedingt nach Weißwasser und hier zeigen, wie Glas hergestellt und verarbeitet wird“.
Olaf Giertz zeigt auf dem Weißwasseraner Weihnachtsmarkt, wie Glas verarbeitet wird.
Olaf Giertz zeigt auf dem Weißwasseraner Weihnachtsmarkt, wie Glas verarbeitet wird.
© Foto: Christian Köhler
Damit das überhaupt gelingt, haben die Telux GmbH um Geschäftsführer Andreas Nelte, das Soziokulturelle Zentrum Telux (SKZ), das Glasmuseum und Firmen außerhalb der Stadt alle Hebel in Bewegung gesetzt. „Es ist nicht einfach, in diesen Tagen einen funktionierenden Ofen zu bekommen“, erklärt Timo Schutza vom SKZ. Umso mehr freut es ihn, dass „Weihnachten in der Glasmacherstadt“ nun auch seinen Namen verdient.
Allerlei Stände und Leckereien warten auf die Besucher.
Allerlei Stände und Leckereien warten auf die Besucher.
© Foto: Christian Köhler
„Es ist immer unser Anliegen gewesen, dass der Eintritt frei ist“, sagt Frank Schwarzkopf. Entsprechend lässt sich auch mit einem Budget von 20 Euro in der Hosentasche durchaus einiges anstellen auf dem Weihnachtsmarkt. Für 3,50 Euro gibt es einen Glühwein, für vier Euro eine Wildbratwurst oder Knobi-Brot. Und für den guten Zweck Keckse und selbstgebackenes am Stand der Schüler vom Landau Gymnasium. Und kleine Geschenke, wie Honig aus Krauschwitz oder Gestricktes aus Weißwasser, sind ebenfalls drin. Ein Besuch also lohnt sich.
Klar darf auch der Weihnachtsmann auf dem Weßwasseraner Markt nicht fehlen.
Klar darf auch der Weihnachtsmann auf dem Weßwasseraner Markt nicht fehlen.
© Foto: Christian Köhler