Der Görlitzer Landrat Bernd Lange (CDU) hat eine Bitte. Auch wenn er sich nicht mehr zur Wahl stellt, möchte er, dass die Wahl ein aussagefähiges Ergebnis abbildet. Deshalb wendet sich Lange an die Bürger zwischen Mühlrose und Oppach.
„Ich werde nicht mehr als Landratskandidat antreten, möchte sie aber ermutigen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Die neue Landrätin beziehungsweise der neue Landrat trägt in erster Linie die Verantwortung für eine Verwaltung mit 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Zugleich hat sie oder er Schaden von der Bevölkerung abzuwenden und in Krisensituationen die maßgeblichen Entscheidungen zu treffen. Vor uns liegen große Herausforderungen bei der strukturellen Entwicklung des Landkreises Görlitz.“
Neben der Wahl zum Landrat gibt es in 29 Kommunen – und damit in mehr als der Hälfte der Städte und Dörfer – Wahlen zu den (Ober-)Bürgermeistern. Wobei im Altkreis Weißwasser nur in Weißkeißel, Groß Düben und Boxberg gewählt wird. Im Altkreis Niesky stehen Bürgermeisterwahlen in Rothenburg, Horka und Kodersdorf an. Der „Rest“ entfällt auf Kommunen im Kreissüden, wobei mit Zittau nur eine große Stadt dabei ist.

Ergebnisse der Bürgermeisterwahlen haben Vorrang

Laut Kreiswahlleiter werden die Ergebnisse der Bürgermeisterwahlen zuerst ausgezählt, dann folgen die Stimmzettel für die Landratswahl. „Eine Prognose ist schwierig, weil Verzögerungen in einzelnen Wahlbezirken immer auftreten können, was die Feststellung des Gesamtergebnisses deutlich hinauszögern kann. Grundsätzlich sollte aber ein Ergebnis bis zirka 22 Uhr möglich sein.“ Bei vier Kandidaten ist es wahrscheinlich, dass es einen zweiten Wahlgang am 3. Juli geben wird.
An die 3.000 Helfer sind im Einsatz, damit die Arbeit in den 228 Wahllokalen ordentlich über die Bühne gehen kann. In der Vorbereitung haben sich jedenfalls nach Auskunft der Kreisverwaltung keine Probleme abgezeichnet. Man hoffe, dass das auch am Wahltag so bleibt.