Nach dem verheerenden Hochwasser mit über 100 Toten in Deutschland möchte der Landkreis Görlitz sein Mitgefühl gegenüber den Betroffenen zum Ausdruck bringen. Die Kreisverwaltung hat deshalb eine Spendenaktion ins Leben gerufen, heißt es am Freitag in einer Pressemitteilung. Dafür wurde ein Spendenkonto eingerichtet. „Mit der Spende wollen wir den Einwohnern in den betroffenen Regionen helfen und einen Beitrag für den baldigen Wiederaufbau leisten“, so Landrat Bernd Lange (CDU). Wer sich mit einer Summe beteiligen möchte, der kann folgendes Spendenkonto nutzen: Kontoinhaber: Landratsamt Görlitz; IBAN: DE30 8505 0100 0000 0052 90; Kreditinstitut: Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, Verwendungszweck: Hilfe für Hochwasseropfer.

Landkreis Görlitz bietet Unterstützung an

Darüber hinaus hat der Landkreis Görlitz drei Katastrophenzüge mit rund 70 Personen zur Unterstützung angeboten. Ein Sanitätszug sowie ein Betreuungszug für die Essens- und Trinkwasserversorgung und ein Hilfeleistungszug zum Auspumpen, zur Beräumung sowie Duschmöglichkeiten und Stromversorgung stehen für einen möglichen Einsatz im Katastrophengebiet zur Verfügung. Derzeit laufe die Prüfung durch das Innenministerium und die Landesdirektion Sachsen, ob der Freistaat Sachsen seine Katastrophenschutzzüge entsendet.
Kreisbrandmeister Björn Mierisch weiß aus eigener Erfahrung durch das Hochwasser im Jahr 2013, was nun vor Ort benötigt wird: „Die eigentliche Arbeit wird sich noch Wochen hinziehen. Wichtig ist nun der Wiederaufbau der Infrastruktur, damit vor allem die Strom- und Trinkwasserversorgung wieder gewährleistet ist. Auch die schnelle Beräumung der Schlammmassen ist aufgrund der Witterung erforderlich, um eine Verbreitung von eventuellen Krankheiten zu verhindern. Dafür braucht es eine gute Organisation und die Unterstützung durch Hilfeleistungsangebote.“
Der Landkreis Görlitz kennt sich mit Hochwasser schmerzlich aus. 2013 war er von Überflutungen betroffen, 2010 sogar zweifach. Die Hochwasserereignisse im August und September haben im Landkreis Görlitz rund 127 Millionen Euro an der kommunalen Infrastruktur verursacht.