Umsiedlung
: Hausbesitzer in Schleife rufen Modernisierungszuschuss nicht ab

Über die Jahre haben einstige Umsiedler in Schleife südlich der Bahn, Rohne und Mulkwitz nicht in ihre Häuser investiert. Dafür war der Nachteilsausgleich vorgesehen. Doch nicht alle wollen ihn.
Von
Regina Weiß
Schleife
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Wer in die energetische Erneuerung seines Hauses investiert hat, kann den Nachteilsausgleich geltend machen.

Dremel

In reichlich vier Wochen ist 2020 zu Ende und damit auch die Möglichkeit, sich einen Nachteilsausgleich von 6000 Euro zu sichern. Dieses Geld stand jenen Hausbesitzern zu, die Schleife südlich der Bahn, in Klein Trebendorf, Rohne und Mulkwitz umgesiedelt werden sollten. Für den Bereich Schleife haben noch rund 30 Prozent der Anspruchsberechtigten das Geld nicht abgerufen. Das hat Amtsverweser Jörg Funda in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend bekannt gegeben.

Geld für die energetische Modernisierung auf dem Wohngrundstück

Über die Zahl zeigte er sich selbst sehr verwundert. Schließlich habe man kaum eine Gelegenheit ausgelassen, um die Werbetrommel für das Vorhaben zu rühren. Noch dazu, weil vor Jahren der Erwartungsdruck immens war. Dass, was ausgehandelt worden war, wurde als „geht gar nicht“ mit einem Abwinken von manchen Zeitgenossen abgetan. Dabei war rund ein Jahr um den Vertragsinhalt gerungen worden. Das Geld, das die Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) zahlt, soll vorzugsweise zur energetischen Modernisierung auf dem Wohngrundstück ausgegeben werden. Jörg Funda bat, sich bei Fragen an Sabine Ladusch im Gemeindeamt zu wenden.

Apropos Amt. Dort muss man sich für Termine vorher telefonisch anmelden. Im gesamten Haus gelte Maskenpflicht. FFP2–Masken sind an Mitarbeiter der Verwaltung ausgegeben worden. Wohl wissend habe man auch die telefonische Erreichbarkeit verbessert. „Trotzdem sollte man etwas Geduld haben“, so Jörg Funda.