Tag der Oberlausitz 2025
: Das hat es mit dem Herrnhuter Stern am Lausche-Turm auf sich

Am Tag der Oberlausitz 2025 gibt es ganz besondere Termine. Diese sollten Heimatfreunde nicht verpassen.
Von
Torsten Richter-Zippack
Weißwasser, Hoyerswerda
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Blick vom Aussichtsturm auf der Lausche über den Gipfel in westliche Richtung zum benachbarten Weberberg.

Seit fünf Jahren lädt auf der Lausche ein kleiner Aussichtsturm ein. Dieser ermöglichst einen 360-Grad-Blick. Die Konstruktion ist auch ein Ziel anlässlich des Tages der Oberlausitz 2025.

Torsten Richter-Zippack
  • Der Tag der Oberlausitz 2025 wird vom 15. bis 24. August mit vielen Veranstaltungen gefeiert.
  • Am 21. August, dem Haupttag, jährt sich die Gründung des Oberlausitzer Sechsstädtebunds zum 679. Mal.
  • Höhepunkte: Buchlesung in Uhyst (17. August), Turmfeier auf der Lausche (24. August).
  • Ein Preisausschreiben zur Oberlausitz läuft bis 12. August – Details auf www.lusatia-verband.de.
  • Auch Brandenburg beteiligt sich: Gedenkstein an der Schwarzen Elster erinnert an die tiefste Flur.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gäbe es zwischen der Pulsnitz im Westen und dem Queis im Osten einen Nationalfeiertag, so wäre dies der 21. August 2025. Denn dann wird der Tag der Oberlausitz gefeiert. Warum? Weil am 21. August 1346 der Oberlausitzer Sechsstädtebund seine Gründung erfuhr.

Vor nunmehr 679 Jahren schlossen sich die Städte Bautzen, Görlitz, Zittau, Lauban, Löbau und Kamenz zusammen, um gemeinsam gegen das in der Region grassierende Raubrittertum vorzugehen. Damit sollten Hab und Gut und vor allem das Leben der Oberlausitzer geschützt werden.

Seit mehreren Jahren wird zwischen Mitte und Ende August dieses Ereignis in der gesamten Region mit einer Vielzahl an Veranstaltungen begangen. Den Hut dafür hat sich der Lusatia-Verband - Der Oberlausitzer Heimatverband aufgesetzt. Seinen Angaben zufolge finden anno 2025 die entsprechenden Veranstaltungen vom 15. bis 24. August statt.

Kniffliges Preisausschreiben zur Oberlausitz wartet

Dazu gibt es wieder ein Preisausschreiben. Dort werden die besten Kenner der Oberlausitz gesucht. Die Fragen sind in der Tat meist nicht ganz einfach und aus dem Effeff zu beantworten. Wer weiß schon auf Anhieb, in welcher Stadt der Sorbe Nikil Wend im Jahr 1362 Bürgermeister war? Zur Auswahl steht neben Görlitz und Kamenz auch Hoyerswerda.

Recht einfach lässt sich hingegen die Frage nach dem See, durch den die Grenze zwischen Nieder- und Oberlausitz verläuft, beantworten. Der Partwitzer See ist richtig, Scheibe-See und Neuwieser See liegen komplett in der Oberlausitz.

Übrigens: Die Grenze zwischen beiden Lausitzen zieht sich auch durch den Geierswalder und den Senftenberger See. Das Preisausschreiben ist auf der Internetseite des Lusatia-Verbandes zu finden. Als Einsendeschluss wird der 12. August angegeben.

Bereits am 17. August um 16 Uhr lädt der Uhyster Heimatverein zur Buchlesung mit dem Bautzener Schauspieler Rainer Gruß in die örtliche Barockkirche ein. Gruß präsentiert Texte des Dichterförsters Gottfried Unterdörfer. Unterdörfer war über viele Jahrzehnte in Uhyst als Revierförster und Schriftsteller tätig.

Von Uhyst über die Lausche nach Brandenburg

Direkt am Tag der Oberlausitz, dem 21. August, gibt es um 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften in Görlitz. Zu finden ist sie in der Straße Handwerk 2 in der Neißestadt.

Am 24. August geht es ab 11 Uhr (Hubertusbaude Waltersdorf) steil hinaus auf die Lausche. Schließlich will auf Deutschlands höchstem Berg östlich der Elbe der fünfte Jahrestag des kleinen Aussichtsturms gefeiert werden. Aus diesem Anlass, so informieren die Veranstalter, werde am Turm ein Herrnhuter Stern in den Oberlausitzer Farben befestigt.

Der Stein für den tiefsten Punkt der Oberlausitz wurde am 23. Juni 2013 eingeweiht.

Hier endet die Oberlausitz: Am 23. Juni 2013 wurde der tiefste und gleichzeitig nordwestlichste Punkt der Oberlausitz bei Tettau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) markiert. Foto: Torsten Richter

Der Stein für die tiefste Flur der Oberlausitz wurde am 23. Juni 2013 eingeweiht. Der Gedenkstein ist an der Elsterbrücke zwischen Lauchhammer-West und Schraden zu finden.

Richter-Zippack, Torsten

Auch in der Brandenburger Oberlausitz wird der 21. August gefeiert. Konkret an der tiefsten Flur der Oberlausitz. Diese befindet sich unmittelbar an der Schwarzen Elster an der Straße zwischen Lauchhammer und Schraden. Dort wurde am 23. Juni 2013 ein Gedenkstein eingeweiht. Alle weiteren Termine zum Tag der Oberlausitz anno 2025 gibt es im Internet unter www.lusatia-verband.de/oberlausitztag.