Die Spendenbereitschaft hat unter Corona nicht gelitten. Diese Erfahrung konnte zumindest der Verein Herzenswünsche Oberlausitz nach der Auswertung der vergangenen Pfandbon-Aktion machen. Nun drückt Vereinschef Silko Hoffmann die Daumen, dass die aktuelle Krise möglichst keine großen Auswirkungen auf die Spendenbereitschaft der Menschen haben möge.
Denn der Verein startet wieder eine Spendenaktion. Wieder sind Kaufland-Märkte der Lausitz und ihre Kunden seine Partner. Und dem Verein ist es ein Anliegen, in diesen schwierigen Zeiten ein besonderes Zeichen zu setzen. „Nachdem die Pfandbons in den vergangenen Jahren für schwerkranke Kinder und Jugendliche gespendet werden konnten, wird die Pfandbon-Aktion dieses Mal Kindern und Jugendlichen zugutekommen, die Dinge erleben mussten, die wir uns alle nicht vorstellen wollen. Seit diesem Jahr erfüllen wir auch Kindern und Jugendlichen Herzenswünsche, die Opfer von Gewalt geworden sind“, so Silko Hoffmann.

Herzenswünsche Oberlausitz: Erschreckende Zahlen

Als das Bundeskriminalamt im Mai dieses Jahres die Statistik von sexualisierter Gewalt an Kindern unter 14 Jahre veröffentlichte, „war ich wie viele fassungslos.“ Die Zahlen seien erschreckend. Die Dunkelziffer dürfte noch wesentlich höher sein. Im Jahr 2021 durchlebten bundesweit 17.700 Kinder durch sexualisierte Gewalt einen wahren Albtraum. „Das bedeutet, dass 49 Minderjährige jeden Tag durch die Hölle gegangen sind und die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass in diesem Moment, ein Kind diese schreckliche Erfahrung durchleben muss.“
Im Rahmen der gemeinsamen Pfandbon-Aktion der sieben Kaufland-Filialen, können Kunden in diesem Jahr nun Kindern und Jugendlichen eine Freude machen, die Opfer von Gewalt und Missbrauch geworden sind. Und das ist ganz einfach: Ab sofort bis zum 14.  Januar 2023 können die Kunden von Kaufland in den folgenden Filialen ihren Pfandbon in die dafür vorgesehene Box werfen und damit das Geld spenden: Weißwasser, Spremberg, Hoyerswerda, Senftenberg, Cottbus-Madlow, Löbau, Görlitz-Weinhübel.
Silko Hoffmann wartet jetzt schon wieder mit Spannung auf das Ergebnis der Aktion. Die auch eins zeigt: Gewalt gegen Kinder darf man keinen Raum geben.