Die Herausforderung für Weißwasser, 60 ukrainische Flüchtlinge in Wohnungen unterzubringen, ist groß. „Ich kann nur sagen, dass neben den Geflüchteten auch die Helfer am Rande ihrer Kräfte sind – sowohl die privat Engagierten, als auch die in Organisationen und in den Ämtern“, sagt Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext).
Er wisse um die Probleme und den straffen Zeitplan, der vor der Stadt und der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WBG steht. Dort „leistet das Team um Petra Sczesny Unglaubliches“, schätzt der Oberbürgermeister ein.
Schließlich geht es nicht nur darum, Wohnraum zur Verfügung zu stellen, sondern auch Sachspenden zu koordinieren und diese in die Wohnungen unterzubringen. Insgesamt geht es um 15 Wohnungen, die eingerichtet werden sollen.

Kiez geschlossen – einige Familien wollen in Weißwasser bleiben

„Zudem werden rund 15 weitere Wohnungen gesucht für Familien, die ebenfalls in Weißwasser bleiben wollen“, so Torsten Pötzsch. Dazu habe es vorab Befragungen auch der Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung Kiez am Braunsteich gegeben, um zu ermitteln, welche Qualifikationen die Geflüchteten haben, wie ihre Perspektive mit Blick auf eine Rückkehr in die Ukraine ist und ob die Flüchtlinge ihren Lebensmittelpunkt ganz nach Weißwasser verlegen wollen.
Am Freitag, 13. Mai, wird die Erstaufnahme-Einrichtung geschlossen. Insgesamt 60 Flüchtlinge von gut 450 sollen die Chance erhalten, zu bleiben. „Dafür arbeiten wir eng mit dem Landkreis und der Landesdirektion zusammen“, so der OB.
Der Kreis hält in Glossen eine Unterkunft bereit, um die Flüchtlinge bis zur Fertigstellung der Wohnung unterzubringen. „Aber je eher wir es als Stadtgesellschaft schaffen, die restlichen Wohnungen zu finden und diese Wohnungen mit dem Nötigsten auszustatten – desto eher wird die Flucht und Ungewissheit für diese Familien ein Ende haben können“, ist sich Torsten Pötzsch sicher.

Wirtschaftshof Weißwasser holt Spenden ab

Dazu bedarf es Sachspenden, wie etwa Küchen oder Möbel, die der Wirtschaftshof der Stadt bei den Spenden auch abholt und direkt in die Wohnungen bringt, in die sie sollen. Spender können dies per E-Mail bei der Stadtverwaltung anmelden (siehe Infobox). Zudem gibt es die Möglichkeit, kleinere Sachspenden wie Bettwäsche, Gläser, Geschirr, Kaffeemaschinen oder Wasserkocher oder eben Hygieneartikel und die unzähligen anderen Kleinigkeiten, die man im alltäglichen Leben benötigt zu spenden. Diese können im Glasmuseum dienstags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr abgegeben werden.
Über das Internet ist auch ein Crowd-Funding-Projekt gestartet, auch diejenigen erreicht, „die mit Weißwasser verbunden sind, vielleicht weit weg leben, aber helfen wollen, diese Riesenaufgabe zu bewältigen“, so der OB.

Spenden

Unter der E-Mail-Adresse ob.poetzsch@weisswasser.de können Interessenten Sachspenden anmelden, zum Beispiel Möbel oder Küchen – solange sie noch funktionsfähig sind – holt diese der Wirtschaftshof ab und bringt sie direkt in die noch leeren Wohnungen.
Kleinere Sachspenden, wie Bettwäsche oder Geschirr, kann im Glasmuseum dienstags und donnerstags zwischen 14 und 16 Uhr abgegeben werden.
Über die zertifizierte Spendenplattform www.startnext.com/25kuechen-60betten läuft ein Crowd-Funding-Projekt.
Weil auch Bestimmtes gekauft werden muss, hat die Stadt zudem ein Spendenkonto eingerichtet:
Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien
IBAN: DE93 8505 0100 0232 0875 20
Verwendungszweck "Ukraine-Flüchtlingshilfe"