Es ist nun vier Wochen her, als der Freistaat Sachsen die Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge aus der Ukraine in Weißwasser geschlossen hat. Gemeinsam mit dem Landkreis Görlitz und der Landesdirektion Sachsen hatte man sich darauf verständigt, dass 60 Ukrainerinnen und Ukrainer in der Stadt bleiben dürfen.
„Die Helfer der Initiative, ukrainische Flüchtlinge in Wohnungen zu bringen, steht derzeit vor großen Herausforderungen“, so Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext). Dank der Unterstützung und Spendenbereitschaft vieler Menschen aus Weißwasser und der Umgebung gebe es laut Stadtverwaltung zwar viele Einrichtungsgegenstände, jedoch „haben wir ein Problem mit der Organisation der Einrichtung der Wohnungen“, berichtet der OB. Die Wohnungen nämlich stehen zur Verfügung und könnten auch ausgestattet werden, allerdings fehle es schlicht an Helfern, dies auch zu bewerkstelligen.

Weißwasser sucht dringend Helfer

„Wir suchen deshalb dringend Menschen, die bei der Einrichtung von Wohnungen helfen könnten“, sagt Torsten Pötzsch. Gesucht werden Fahrer von Transportern – auch Einwohner, die Transporter stellen können. „Und immer suchen wir handwerklich begabte Menschen, die bei Aufbau der Möbel und Einrichtung der Wohnungen helfen.“ Es müsse nicht einen ganzen Tag lang sein, sondern schon einige Stunden pro Woche würden bereits helfen, „denn derzeit müssen noch 50 Flüchtlinge, zumeist Mütter mit ihren Kindern, in einer Erstaufnahmeeinrichtung des Landkreises ausharren, obwohl es hier schon Wohnungen gibt“, so der Oberbürgermeister.
Wer unterstützen kann und will, könne sich per E-Mail an ob.poetzsch@weisswasser.de wenden.