Pfingsten 2026 um Bad Muskau: Welche Geheimnisse die alten Mühlen der Region bergen

Peter Berghof im traditionellen Müllergewand: Das Fördervereinsmitglied vom Museum Sagar steht in der Ausstellungshalle vor einem Müllerschrank. Seit rund acht Jahren befasst er sich mit der Mühlengeschichte der Region.
Aline Nickel- Museum Sagar öffnet am Pfingstmontag von 10 bis 18 Uhr für den Deutschen Mühlentag.
- Eine Sonderausstellung zeigt die Mühlengeschichte rund um Bad Muskau.
- Peter Berghof sammelte acht Jahre Daten und Bilder zu Wasser- und Windmühlen.
- Schwerpunkt sind Papiermühlen bis zu späteren Pappen- und Papierfabriken.
- Exponate und Mitmachangebote für Kinder – etwa Papierschöpfen und Getreidemahlen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit 1994 gibt es ihn – den deutschen Mühlentag, der immer am Pfingstmontag eines Jahres stattfindet. Ins Leben gerufen wurde er von der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung, erstmals begangen wurde er 1987 an der Windmühle Lechtingen.
Auch im Museum Sagar würden sich am Pfingstmontag, 25. Mai, von 10 bis 18 Uhr traditionell die Pforten öffnen und Besucher zu einer kleinen Zeitreise in die Welt der Müller und Mühlen einladen. Dass die Region rund um die Standesherrschaft Muskau einst ein echtes Mühlenland gewesen sei, erklärt Peter Berghof vom Verein und Mühlenexperte.
Vor rund acht Jahren habe der ehemalige Konstrukteur begonnen, sich mit der Thematik zu befassen. „80 Mühlen habe es früher in der Region um die Standesherrschaft Muskau gegeben“, erklärt der Mühlenexperte, der mit seinen Recherchen noch nicht am Ende sei. Dies sei Grund genug gewesen, eine Sonderausstellung über Wasser- und Windmühlen zum Mühlentag vorzubereiten.

Peter Berghof besichtigte die ehemalige Köbelner Oberlausitzer Feinpapierfabrik, die aus einer Papiermühle entstand. Alle Informationen und Bildmaterial trug er zusammen für die Ausstellung im Museum.
Aline NickelDie Ausstellung spanne dabei einen Bogen von den frühen Papiermühlen bis hin zu den später entstandenen Pappen- und Papierfabriken. „Besonders bekannt ist die Papiermühle in Köbeln, aus der sich die Oberlausitzer Feinpapierfabrik entwickelte.“ Peter Berghof habe die alte Fabrik besichtigen können und werde Interessenten nun auch dazu die Geschichte mithilfe seiner Bilder erzählen können.
Ebenfalls werde die Papierfabrik in Muskau thematisiert, die am Standort der Neißemühle gearbeitet habe, 1945 enteignet worden sei und deren Maschinen als Reparationsleistung in die Sowjetunion gegangen seien. Die Niedermühle im Bereich des Muskauer Bahnhofs sei weniger bekannt gewesen. Bereits im Dreißigjährigen Krieg sei sie zerstört worden, berichtet der 72-Jährige weiter.
Zu sehen seien am Pfingstmontag zudem einige Exponate aus der Papierproduktion. Dazu gehöre unter anderem ein Holzschleiferstein, der erst vor Kurzem von der Wehrinsel in Muskau ins Museum gekommen sei. Was genau das Geheimnis des Müllerschrankes sei, werde ebenso Teil der Ausstellung und Mühlengeschichte sein.
Auch für Kinder gebe es Mitmachangebote zum Mühlentag. Papier schöpfen, mitgebrachte Semmeln zu Semmelmehl verarbeiten und an einer Handmühle Getreide mahlen.
Für Essen und Trinken sei gesorgt.

