Muskauer Park: Ausstellung zu Pücklers großer Orientreise – das erwartet Besucher

Tim Freyer von AIVG Dresden bei Vermessungsarbeiten im künftigen orientalischen Garten, der im Bad Muskauer Badepark an die Pückler-Villa anschließt.
Joachim Rehle- Neue Dauerausstellung im Fürst-Pückler-Park über Pücklers Orientreise von 1834 bis 1840 geplant.
- Erste Vorträge starten am 13. Februar 2025 im Neuen Schloss in Bad Muskau.
- Vorträge und Ausstellungen bieten Einblicke in Pücklers Reisen und archäologische Projekte.
- Sonderausstellung im Neuen Schloss zeigt erste Teile der Orientsammlung.
- Eröffnung der Dauerausstellung für Herbst 2025 geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit spannenden Geschichten hat sich Bad Muskaus bekanntester Sohn ausgekannt. Schließlich hat Hermann Fürst zu Pückler-Muskau aus seinen Reiseabenteuern Kapital geschlagen. Sowohl die „Briefe eines Verstorbenen“ – über seine Englandreise – als auch „Die Rückkehr“ über seine Grande Tour (die Orientreise) sind viel gelesen, sogar Bestseller geworden. Auf spannende Geschichten setzt nun die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau. Es geht darum, künftigen Gästen Appetit auf den Orient zu machen. Konkret geht es um die künftige Dauerausstellung zu Pücklers großer Orientreise von 1834 bis 1840. Diese soll künftig in der Villa Pückler samt Anbau ihren Platz finden.
Mit dem Aufbau der Repliken von den Widder-Sphynxen aus der Königsstadt Naga – die sogenannten Schnucken-Figuren – hat die Stiftung schon einmal den Blick auf ihr großes Vorhaben gerichtet. Die Skulpturen stehen mittlerweile gut verpackt am künftigen Haupteingang zum orientalischen Garten.
Im Muskauer Park entführen Vorträge die Gäste in den Orient
Wer mehr zu ihrer Geschichte wissen will, der sollte sich den Donnerstag, 13. Februar 2025, vormerken. Er ist der erste Vortrag in einer vierteiligen Reihe, die sozusagen vor der Eröffnung der Dauerausstellung den Orient in den Badepark holt. Im Hermannsbad laufen die Bauarbeiten weiter, während an den Plänen für die Ausstellung weiter gefeilt wird.
Laut Pressesprecherin Sophie Geisler wird Arnulf Schlüter, Direktor des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst aus München, den Vortrag „Königsstadt Naga - Ein archäologisches Grabungsprojekt im Sudan“ halten. Nordöstlich von Khartum, der Hauptstadt der Republik Sudan, weitab vom Nil in der Steppe gelegen, ist Naga seit seiner Blütezeit von 200 v. Chr. bis 250 n. Chr. unberührt geblieben. Damit bietet das einen Quadratkilometer große Ruinenareal optimale Bedingungen für die archäologische Feldforschung. Seit 2013 führt ein Team des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst in München dort Ausgrabungen und Restaurierungsmaßnahmen durch. Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Sudan im April 2023 ruhen die Arbeiten vor Ort. Schlüter stellt das Grabungsprojekt und die Funde aus Naga vor.
„Fürst Pücklers Orientreise 1834 bis 1840 – ein Projekt und viele Fallstricke“ heißt es dann am 6. März. Die Ethnologin und Projektleiterin der Dauerausstellung Kerstin Volker-Saad wird zum aktuellen Stand der Dinge berichten. Die Gäste erfahren, welche Inhalte künftig in der Villa Pückler samt Anbau präsentiert werden, wo es im Verlauf des Entstehungsprozesses Änderungsbedarf gab und was es bedeutet, in der heutigen Zeit ein solches komplexes Projekt zu entwerfen und umzusetzen.
Sonderausstellung im Muskauer Schloss soll erste Einblicke geben
Weitere Vorträge widmen sich zeitnah der Herstellung der Widder-Figuren sowie des in der Dauerausstellung präsentierten Hathor-Tempels. Im vierten Vortrag dieser Reihe geht es schließlich um den orientalischen Garten, dem Entrée der Ausstellung.
Zudem plant die Stiftung in einer Sonderausstellung im Neuen Schloss erste Teile aus ihrer umfangreichen und neuen Orientsammlung zu zeigen. „Ich bin selbst schon sehr gespannt darauf“, sagt Cord Panning, Geschäftsführer der Stiftung Fürst-Pückler-Park. Teile dieser Sammlung werden später dauerhaft im Hermannsbad gezeigt.
Das dürfte sicherlich auch auf die neue Dauerausstellung im Badepark zutreffen. Ob dort der Herbst 2025 wirklich als Einweihungstermin zu halten sein wird, steht derzeit in den Sternen.
Vorträge im Neuen Schloss
Die genannten Vorträge finden alle im Festsaal vom Neuen Schloss in Bad Muskau statt. Sie beginnen jeweils um 18.30 Uhr. Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt drei Euro.


