Livestream Kreistag Görlitz: Kommunalpolitikern von zu Hause aus zusehen wieder möglich

Vom heimischem PC dem Kreistag in Görlitz bei der Abstimmung zugucken. In Zeiten von Corona war das möglich und soll nun wieder möglich werden.
Regina WeißWenn am 14. Juni das Fernsehprogramm ab 15 Uhr nicht zusagt, dann könnte man „umschalten.“ Dafür muss man vom Fernseher an den Computer wechseln. Und die Internetseite des Landkreises unter www.kreis–goerlitz.de anklicken. Dort wird der Link für den Livestream des Kreistages veröffentlicht sein.
Erstmals nach der Corona–Pandemie wird der Kreistag — die kommunale Volksvertretung auf der Ebene des Landkreises — live übertragen. Den Weg dafür hatte Ende 2022 der Kreistag selbst mit einem mehrheitlichen Beschluss bereitet.
Mehr Teilhabe am Kreistag — Hoffnung schwingt mit
Landrat Stephan Meyer (CDU) sieht darin zwei Vorteile. Ihm geht es um Teilhabe und Barrierefreiheit. „Es muss niemand aus Schleife nach Görlitz fahren, um sich hier fünf Stunden hinzusetzen“, nennt er ein Beispiel. Allerdings blickt er nicht nur auf die Bewohner des Kreises, sondern auch auf seine Kreisräte. „Ich hoffe, es gibt keine Veränderungen im Hinblick auf ihre Artikulation“ Mit anderen Worten, Meyer möchte keine Situationen wie im Bundestag, wo man als Außenstehender schon den Eindruck haben kann, es geht dort um den „großen Auftritt“.
Die Kreisverwaltung kostet diese Übertragung eine fünfstellige Summe. Auch dort seien die Kosten gestiegen, zieht man in Görlitz einen Vergleich mit der Corona–Pandemie. Damals waren vier Kreistagssitzungen und diverse Ausschüsse übertragen worden.
Was auch beim Livestream nicht möglich ist
Beim Livestream am 14. Juni ab 15 Uhr können bis zu 1000 Zuschauer gleichzeitig auf den Link zugreifen. Was nicht möglich ist, dass die Kreistagssitzung in einer Art Mediathek gespeichert wird. Dafür müsse man rechtliche Rahmenbedingungen beachten.
Doch worum geht es überhaupt beim Kreistag. Unter anderem um einen Sachstandsbericht des Landrates zur Neustrukturierung der Gesundheitszentren im Kreis, die Vorbereitung der Kreistagswahl 2024 sowie den ÖPNV.

