Für die Mitangeklagte um einen Betrugsprozess vor dem Landgericht in Görlitz hat die Verhandlung am Montag ein vorläufiges Ende gefunden. Die Strafkammer hat das Verfahren gegen die 38-Jährige aus Schleife gegen die Zahlung einer Geldbuße in Höhe von 2000 Euro sowie eine Entschädigungszahlung in Höhe von 590 Euro eingestellt. „Das heißt“, so Gerichtssprecher Jörg Küsgen, „wenn sie die Zahlungen binnen sechs Monaten leistet, wird ihr Verfahren eingestellt, wenn nicht, wird es wieder aufgenommen.“

Anklage wegen mehrfachen Betruges

Die Frau ist mit ihrem damaligen Lebensgefährten, einem heute 30-Jährigen aus Schleife, des mehrfachen Betruges angeklagt worden. Bereits am zweiten Verhandlungstag hat der Angeklagte jedoch vollumfänglich gestanden und erklärt, dass er die Betrügereien allein begangen haben will. Dabei hat er im Namen anderer Personen sowie auch Firmengeschäfte getätigt, ohne Rechnungen zu bezahlen. Die Staatsanwaltschaft hat einen Schaden von rund 78 000 Euro errechnet, die der Mann zwischen 2015 und 2017 verursacht haben soll.
Er hat nun 50 000 Euro als Schadensausgleich zu zahlen. Zusammen mit dem Geständnis ist ihm eine Bewährungsstrafe in Aussicht gestellt worden. Als Auflage wird er eine weitere Entschädigungszahlung unter 20 000 Euro zu erbringen haben. Am 14. Oktober wird mit einem Urteil gerechnet.