Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort: So sind jetzt Tabakschmuggler aus dem Verkehr gezogen worden. Dabei haben die Zöllner laut Maximilian Hempel vom Hauptzollamt Dresden 20.000 Kilogramm Rauchtabak sichergestellt.
Dabei handelt es sich um zerkleinerten Tabak, der sich ohne weitere industrielle Bearbeitung zum Rauchen eignet. Der Fund offenbarte sich bei der Kontrolle zweier Lastkraftwagen in Görlitz. Der Rauchtabak sollte von Italien nach Deutschland transportiert werden, heißt es in der Pressemitteilung.

Zöllner beobachten das Umladen von Kartons

Bei ihrer Streifenfahrt entdeckten die Zöllner zwei Sattelzüge sowie einen Kleintransporter mit Anhänger. Fünf Männer waren vor Ort, ebenso ein Gabelstapler. Bei einem Sattelauflieger waren die Türen noch geöffnet. Die Beamten konnten darin große gestapelte Kartons erkennen. Das Ganze habe den Eindruck gemacht, als ob die Ware gerade umgeladen wurde, weshalb die Zöllner sich zur Kontrolle entschlossen haben.
Als die Beamten gesehen wurden, versuchte ein 24-jähriger Pole zu fliehen, konnte jedoch nach kurzer Verfolgung gestellt werden. Des Weiteren wurden drei polnische Männer im Alter von 28 bis 55 Jahren sowie der 51-jährige ukrainische Fahrer des Kleintransporters angetroffen. Bei der genaueren Kontrolle der Fracht stellten die Beamten 100 Kartons fest, die jeweils mit 200 Kilogramm Rauchtabak befüllt waren.

Zöllner gehen von Tabaksteuer-Betrug aus

„Aufgrund der Umstände und der Menge ist davon auszugehen, dass der Rauchtabak unter Umgehung der Tabaksteuer nach Deutschland geliefert werden sollte. Ein steuerbefreiendes Dokument für den Transport konnten die Männer nicht vorlegen“, informiert Maximilian Hempel weiter.
Die Zöllner stellten daraufhin den Rauchtabak sicher und nahmen die Männer mit zur Dienststelle. Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Dresden.