Hitze in Weißwasser: So können ältere Menschen geschützt werden

An heißen Tagen ist es besonders für ältere Menschen wichtig, viel zu trinken. Eine Expertin verrät, mit welchen Tricks man ältere Menschen dazu animieren kann.
Sebastian Willnow/dpa-tmn/dpaDas Wetter in der Lausitz wird immer extremer. Auch Hitzewellen werden sich laut Experten in der Zukunft häufen. Bei sommerlichen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke und strahlendem Sonnenschein freuen sich vor allem Kinder in der Ferienzeit über die Gelegenheit zum Planschen im Freibad und zum Eis essen. Doch während die jüngeren Generationen die heißen Tage genießen, kann die Hitze für ältere Menschen zur ernsthaften Gefahr werden.
Für Pflegeeinrichtungen gewinnt Schutz vor hohen Temperaturen daher mehr und mehr an Bedeutung. Wie sich das Pflegeheim „Kursana Domizil“ in Weißwasser auf die nächsten Hitzewellen vorbereitet, verrät dessen Direktorin Yvonne Pegesa und gibt gleichzeitig Tipps, was pflegende Angehörige zu Hause unternehmen können.
Darum ist die Hitze für Senioren so gefährlich
„Die Hitze ist für die Senioren sehr, sehr gefährlich“, bestätigt Yvonne Pegesa. Als zentrales Problem sieht sie die Dehydration der älteren Menschen. „Viele sind dement und vergessen deshalb das Trinken“, erklärt die Direktorin der Pflegeeinrichtung.
In extremen Fällen könne es sogar zu Kreislaufzusammenbrüchen aufgrund der Hitze kommen. „Das habe ich aber noch nie erlebt, weil wir ein gutes Konzept haben“, berichtet Yvonne Pegesa weiter.
So schützt das Pflegeheim seine Bewohner vor der Hitze
Das Hitzeschutzkonzept des Kursana Domizils ist einfach, aber effektiv. Tagsüber schützen Jalousien die Heimbewohner vor direkter Sonneneinstrahlung. Sobald es sich nachts abkühlt, wird in der gesamten Pflegeeinrichtung gelüftet. Außerdem werden die Bettdecken gegen dünne Laken ausgetauscht.
„Ältere Menschen wollen oft nichts trinken, weil sie dann auf die Toilette müssen oder bereits Probleme mit Inkontinenz haben“, verrät Yvonne Pegesa. Um trotzdem zu gewährleisten, dass sie genug Flüssigkeit zu sich nehmen, verrät sie einen Trick: öfter kleinere Mengen an Getränken verabreichen. Das führe dazu, dass sich die Senioren nicht überfordert fühlen und unterm Strich mehr trinken. Auch beim Essen kann bereits dafür gesorgt werden, dass genug Flüssigkeit aufgenommen wird. „Wir ersetzen heiße Suppen durch Kaltschalen. Dazu gibt es Obst, das ebenfalls viel Flüssigkeit enthält“, verrät die Pflegeexpertin aus Weißwasser.
Diese Hitze-Tipps gibt es für die Angehörigen
Häufiges Trinken und eine kühle Umgebungstemperatur, darauf sollten Angehörige, die ihre Familienmitglieder selbst pflegen, genauso achten, wie es im Pflegeheim gemacht wird.
„Besonders wichtig ist es, dass ältere Menschen möglichst zeitig an der frischen Luft spazieren gehen und nicht in der Mittagshitze“, mahnt Yvonne Pegesa. Den Angehörigen ihrer Bewohner wurden dazu durch das Pflegeheim informiert.


