Grenzkriminalität: Polizisten heben Lager von Autodieben in Polen aus
Beamte der Sonderkommission Argus der Polizeidirektion Görlitz sowie polnische Polizisten der Dienststellen aus Legnica (Liegnitz) und Wrocław (Breslau) in der Woiwodschaft Niederschlesien haben ein Lager mit gestohlenen Kfz-Teilen ausgehoben. Im Vorfeld haben die polnischen Kriminalisten gemeinsam mit den Fahndern der Soko Argus umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen des Objektes vorbereitet. Vor Ort identifizierten die Einsatzkräfte zahlreiche Fahrzeugteile, die aus der Zerlegung gestohlener Pkw stammten.
Die Gesetzeshüter ordneten die Teile insgesamt 29 in Deutschland entwendeten Fahrzeugen, vorrangig der Marke Audi, zu. Die Diebstähle ereigneten sich in Sachsen, Brandenburg, Berlin, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die Diebesware hat laut Polizeidirektion Görlitz einen Wert von rund einer halbe Million Euro. Das mutmaßliche Diebesgut stellten die Polizisten sicher. Dank der bewährten Zusammenarbeit und des direkten Kontakts durch die Gemeinsame Fahndungsgruppe Neiße konnten die Kriminalisten der Soko Argus zu diesem Erfolg beitragen.
Tatverdächtigen Hehler drohen bis zu 10 Jahre Haft
Bei einem Tatverdächtigen im Alter von 32 Jahren klickten noch vor Ort die Handschellen. Der Pole muss sich nun gegenüber der polnischen Justiz bezüglich des Verdachts der Hehlerei verantworten. Ihm droht aufgrund des erheblichen Umfangs eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. Den erlassenen Haftbefehl setzte ein Richter gegen Meldeauflagen und der Zahlung einer sehr hohen Kaution außer Vollzug. Die weiteren Ermittlungen dauern an.


