Flüchtlinge im Kreis Görlitz
: Polizei setzt rücksichtslose Schleuser bei Podrosche fest

Flüchtlinge im deutsch-polnischen Grenzgebiet im Landkreis Görlitz werden nicht weniger. Was die Bundes-Polizei wieder aufgedeckt hat.
Von
Regina Weiß
Podrosche
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Die Polizei hat mehrere Schleuser im Landkreis Görlitz gestellt.

Regina Weiß

Im Monat Juni vergeht kein Tag, wo die Bundespolizeiinspektionen Ludwigsdorf und Ebersbach illegale Flüchtlinge aufgreifen. Auch eine Massenschleusung in Zittau konnte in den vergangenen Tagen gestoppt werden. Sie stoppten einen VW Crafter. Der Fahrer, ein Mann aus Usbekistan, wurde als Schleuser festgenommen. Im Transportraum befanden sich 18 Türken und ein Afghane. Darunter auch einige Kinder. Im Fond waren weder Sitze noch Fenster. Die Migranten hockten völlig ungesichert auf dem Boden.

Die Nachbarinspektion in Ludwigsdorf konnten in der Nähe der Grenzbrücke in Podrosche einen turkmenischen Schleuser festsetzen.

Bürger bringt Bundes-Polizei in Podrosche auf die Spur

Ein aufmerksamer Bürger mitgeteilt, dass er in Podrosche, Ortsteil von Krauschwitz, in unmittelbarer Nähe zur dortigen Grenzbrücke, vier Männer mit Migrationshintergrund gesehen habe, schildert Pressesprecher Michael Engler

Als die Bundespolizisten vor Ort eintrafen, fiel ihnen zunächst ein polnischer VW Golf im Gegenverkehr auf. Die Fahnder folgten dem Pkw unbemerkt bis in ein Waldstück. Dort hielt der Fahrer plötzlich an. Anschließend nahm er Kontakt mit vier Männern auf, die aus dem Wald zu ihm herangetreten waren. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Quartett um vier Inder. Später fanden sich Beweise, wonach diese Inder nachweislich mit dem Volkswagen transportiert wurden.

Der Schleuser ließ sich später in der Vernehmung zu seiner Tat ein. Er wurde schließlich nach Polen zurückgeschoben. Die Migranten wurden unterdessen von einer Erstaufnahmeeinrichtung übernommen.