Die hohe Brandgefahr macht auch vor dem Tagebaubetreiber Leag nicht halt. Am Dienstag, 26. Juli, waren deshalb Feuerwehrkameraden auf dem Gelände des Tagebaus Reichwalde gefordert. Gegen 18 Uhr wurden die Feuerwehren alarmiert.
Die Rundschau hat diesbezüglich bei der Leag nachgefragt. Pressesprecherin Kathi Gerstner konnte den Feuerwehreinsatz bestätigen. Am Dienstag waren mehrere Glutnester auf der Grubenarbeitsebene im Tagebau Reichwalde durch die firmeneigenen Überwachungskameras festgestellt worden.
„Aufgrund der Erfahrungen aus dem Brandereignis von 2018 und der aktuellen Trockenheit ist man im Tagebau besonders sensibilisiert und hat entsprechend alle Werkfeuerwehren sowie externe Kräfte alarmiert, die gemeinsam die Glutnester innerhalb kurzer Zeit löschen konnten“, so Kathi Gerstner. Nach Rundschau-Informationen waren die Feuerwehren Boxberg, Kringelsdorf und Weißwasser im Einsatz.

Reichwalde

Der Betrieb im Tagebau wurde durch die Löscharbeiten nicht behindert oder eingeschränkt. Vorsichtsmaßnahmen wie großflächige Beregnung und sorgfältige Überwachung würden zudem kontinuierlich im Tagebau praktiziert.
Im Frühjahr 2018 hatte es über mehrere Tage im Tagebau Reichwalde gebrannt. Stürmische Böen hatten das Feuer immer wieder entfacht. Durch den Großbrand war die Kohlebandanlage auf 700 Metern Länge in Mitleidenschaft gezogen worden.