Diebstahl in Görlitz
: Endoskope nach dreistem Raub und internationaler Fahndung zurück

Nach einem spektakulären Diebstahl im Görlitzer Krankenhaus St. Carolus tauchen gestohlene Geräte Jahre später wieder auf. So sind sie zurück nach Deutschland gekommen.
Von
Susann Michalk
Görlitz
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Vor knapp zehn Jahren sind bei einem Diebstahl im St. Carolus Krankenhaus in Görlitz Endoskope gestohlen worden. Nach einer internationalen Fahndung ist die Medizintechnik nun wieder zurück.

Vor knapp zehn Jahren sind bei einem Diebstahl im St. Carolus Krankenhaus in Görlitz Endoskope gestohlen worden. Nach einer internationalen Fahndung ist die Medizintechnik nun wieder zurück.

Polizeidirektion Görlitz/al
  • 2016 stahl eine kolumbianische Bande Endoskope im St. Carolus Görlitz (Wert: 400.000 Euro).
  • Beute als getarnte Computertechnik nach Kolumbien versandt, über Schwarzmarkt verkauft.
  • Ermittlungen: Kripo Görlitz, BKA, Zollfahndung, kolumbianische Polizei, Europol, FBI Miami.
  • 2017 Festnahmen von elf Gruppenmitgliedern; seit 2019 keine ähnlichen Fälle in Deutschland.
  • 2024: 84 Geräte sichergestellt, 41 aus Deutschland; zwei nach Görlitz zurückgebracht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Glückliches Ende eines spektakulären Diebstahls: Im Juli 2016 verschaffte sich eine kolumbianische Bande in einer Nacht- und Nebelaktion Zugang zum St. Carolus Krankenhaus in Görlitz. Sie entwendete gezielt hochwertige Endoskope im Wert von rund 400.000 Euro.

Die Täter, eine Frau und vier Männer, flohen damals mit ihrer Beute über einen Hinterausgang und verschickten die Geräte als getarnte Computertechnik nach Kolumbien, wie die Polizeidirektion Görlitz am Mittwoch (11. März) mitteilte. Von dort aus wurden sie über den Schwarzmarkt an Krankenhäuser in Südamerika und den USA verkauft.

Das Krankenhaus hat jetzt einen Teil der medizinischen Geräte zurückbekommen. Und das kam so: Das Kommissariat 21 der Kriminalpolizeiinspektion Görlitz arbeitete eng mit dem Bundeskriminalamt, dem Zollkriminalamt, der kolumbianischen Polizei und Europol zusammen. Die Bande war europaweit aktiv, weshalb Europol die Koordination übernahm. Im November 2017 konnten nach weiteren Einbrüchen in Israel und Peru insgesamt elf Gruppenmitglieder festgenommen werden.

Ein entscheidender Durchbruch gelang den Ermittlern, als im Sommer 2017 in Miami ein gestohlenes Endoskop aus Wilhelmshaven auftauchte. Das FBI Miami schaltete sich ein und koordinierte mit Europol umfangreiche Ermittlungen und Durchsuchungen in den USA, Kolumbien und Panama. Laut FBI konnten die Bandenstrukturen für den Diebstahl medizinischer Geräte in Kolumbien zerschlagen werden. Seit 2019 sind in Deutschland keine ähnlichen Fälle mehr bekannt.

Im Mai 2024 informierte das FBI Europol, dass bei den internationalen Durchsuchungen insgesamt 84 gestohlene medizinische Geräte sichergestellt wurden, darunter 41 aus Deutschland. Zwei davon konnten eindeutig dem Einbruch im St. Carolus Krankenhaus in Görlitz zugeordnet werden.

Im November 2024 war es schließlich so weit: Beamte des Eigentumsdezernats der Polizeidirektion Görlitz holten die Endoskope in Berlin ab und brachten sie zurück nach Görlitz. Dort wurden sie vom Geschäftsführer des Krankenhauses, Lutz Möller, in Empfang genommen. Er zeigte sich erfreut über die Rückgabe, auch wenn noch geprüft werden muss, ob die Geräte technisch noch einsetzbar sind.

Ein Ermittlungsverfahren, das so viele Behörden zusammenführt, ist äußerst selten. Für die Kriminalpolizeiinspektion Görlitz zählt dieser Fall zu den außergewöhnlichsten Eigentumsdelikten der letzten Jahrzehnte.

Dieser Text wurde mithilfe Künstlicher Intelligenz verfasst. Die Redaktion hat den Inhalt sorgfältig geprüft.

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