Das Heimspiel der Lausitzer Füchse gegen die Selber Wölfe hat Konsequenzen. Am 6. Januar 2023 hatten nicht nur Unbekannte – die nach Rundschau-Informationen nicht aus Weißwasser stammen – gegnerische Fans vor der Eisarena angegriffen, sondern ein Mann hat auch die Unparteiischen daran gehindert, die Eisfläche zu verlassen. „Daraufhin wurde ein Zusatzbericht angefertigt und an die DEL 2 übergeben“, informiert der Club.
Nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens der DEL 2 ist der Club aus Weißwasser mit einer Geldstrafe von 1000 Euro zur Verantwortung gezogen worden. Die Strafe wurde bis zum Saisonende zur Bewährung ausgesetzt, hieß es. Die Person, die die Schiedsrichter bedrängt hatte, konnte noch während des Spiels ermittelt werden, ist nun namentlich bekannt und wurde des Stadions verwiesen. „Zugleich wurde ein Stadionverbot gegen den Verursacher bis zum Saisonende ausgesprochen“, so Füchse-Sprecher Ronald Byron.

Mit Kameras sollen Fans auch während des Spiels beobachtet werden

Die Lausitzer Füchse hätten ferner sofort reagiert, indem künftig der Ausgang für Schiedsrichter durch das Security-Team zusätzlich gesichert wird. Weiterhin werde die zur Verfügung stehende Domkamera während der gesamten Zeit auf die Zuschauerblöcke gerichtet sein. Zudem wolle der EHC ein Fehlverhalten durch Zuschauer in der Eisarena, die zu Bestrafungen des Clubs führen, hart ahnden. Aktionen, die zur Unterbrechung oder gar Gefährdung des ungehinderten Spielablaufs in der Eisarena führen, werden nicht geduldet und die verursachenden Personen rigoros zur Verantwortung gezogen, heißt es aus dem Fuchsbau.
Im Falle der Aktion im Spiel gegen Selb wird die ermittelte Person, sollte es noch einmal zu einem Zwischenfall in der Eisarena kommen und die Bewährung ausgesetzt werden, in voller Höhe in Regress genommen. Derweil laufen bei der Polizei die Ermittlungen zu den Vorfällen vor dem Stadion weiter. Die Polizei sucht weiterhin Zeugen, welche die Geschehnisse beobachten haben.