Das sächsische Sozialministerium hat die Ausnahmeregelung für den „kleinen Grenzverkehr“ geändert. Die sächsische Quarantäne-Verordnung wurde entsprechend angepasst. Ab Dienstag, 17. November, müssen Grenzpendler auf besondere Corona-Regeln Rücksicht nehmen. Tanken und Einkaufen, auch nur für einen kurzen Aufenthalt im Nachbarland Polen oder Tschechien, zieht dann eine 14-tägige Quarantäne nach sich.

Nur noch maximal zwölf Stunden ohne Quarantänepflicht

Zudem Personen dürfen nur noch für maximal zwölf Stunden ohne Quarantänepflicht aus einem ausländischen Risikogebiet nach Sachsen einreisen oder sich für weniger als zwölf Stunden im ausländischen Risikogebiet aufhalten, wenn sie einen triftigen Grund haben. Dazu zählen berufliche, soziale oder medizinische Gründe. Gleichzeitig darf der Aufenthalt nicht dem Einkauf, der privaten Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung, einem Sportereignis, einer öffentlichen Festivität oder einer sonstigen Freizeitveranstaltung dienen oder gedient haben, heißt es aus dem Sozialministerium in Dresden.
„Ich habe mehrfach deutlich gemacht, dass ich mit Blick auf die hohen Infektionszahlen regen grenzüberschreitenden Einkaufstourismus sehr kritisch sehe. Angesichts der ernsten Lage haben wir entschieden, dass Einkaufs- oder Tankfahrten nicht mehr von der Quarantänepflicht ausgenommen sind. Wir müssen die Kontakte einschränken, um die Pandemie einzudämmen“, sagt Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Die Verordnung gilt ab Dienstag.
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