190 Frauen und Männer, die an Corona erkrankt sind, befinden sich in medizinischer Behandlung in den Krankenhäusern im Landkreises Görlitz. Das sind sieben mehr als am 23. November. 26 davon (plus vier zum Vortag) benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. Die Altersspanne der auf ITS behandelten Patienten liegt zwischen 31 und 90 Jahren, teilt das Landratsamt in Görlitz mit.
Seit Dienstag werden die Kliniken im Landkreis durch Angehörige der Bundeswehr unterstützt. 42 Soldatinnen und Soldaten sind im medizinischen Einsatz. Allerdings nicht als augebildete Sanitäter, sondern als helfende Hände, wie Oberstleutnant Eric Gusenburger, Sprecher der Bundeswehr in Sachsen, bestätigt. Sie greifen dem Stationspersonal unter die Arme, das reiche vom Müll wegschaffen bis zum Essen wegfahren. In sechs Krankenhäusern laufe dieser Einsatz. So werde das Kreiskrankenhaus Weißwasser durch fünf Bundeswehrangehörige unterstützt.

Soldaten aus Baden-Württemberg helfen in Weißwasser aus

Diese haben dafür eine längere Anreise in Kauf genommen. Sie sind eigentlich in Walldürn im Odenwald (Baden-Württemberg) stationiert. Warum kommen sie von so weit her? „Wir müssen schauen, wo keine spezifischen Einsätze laufen. Unsere Brigade 37 aus Sachsen ist dagegen derzeit voll in Nato-Übungen eingebunden“, sagt Eric Gusenburger. Der Einsatz in den Kliniken ist vorerst bis zum 23. Dezember geplant.

Görlitz

Die Dynamik der Corona-Neuinfektionen hält im Kreis Görlitz weiter unvermindert an. Am 24. November sind 1.033 neue Infektionen festgestellt worden. Derzeit befinden sich 3.906 Personen mit positivem PCR-Test in häuslicher Quarantäne. Die durch den Landkreis ermittelte 7-Tage-Inzidenz beträgt 1.349.
Wieder muss der Landkreis Görlitz drei weitere Todesfälle im Zeitraum vom 8. bis 17. November verzeichnen. Es handelt um drei Männer im Alter von 86, 87 und 94 Jahren im Süden der Region. Damit zählt der Landkreis Görlitz 1.216 Tote im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion.