Im Kreis Görlitz sind nach Angaben des Gesundheitsamtes seit Ausbruch der Corona-Pandemie 1000 Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben. Am Freitag, 26. März, sind weitere fünf Todesfälle im Zeitraum vom 4. bis 21. März bekannt geworden.
Die meisten Toten hat die Stadt Görlitz zu beklagen. Hier sind bislang 186 Menschen nach einer Ansteckungen verstorben, in Weißwasser sind es 62, in Boxberg 28, in Bad Muskau 22, in Krauschwitz 19, in Rietschen zwölf, in Schleife acht, in Gablenz fünf, in Trebendorf vier sowie in Groß Düben und Weißkeißel jeweils drei.

Wieder mehr positive Corona-Fälle im Kreis Görlitz

Am Freitag vermeldet das Gesundheitsamt überdies 98 neue Infektionen mit dem Coronavirus, darunter 86 Erwachsene und zwölf Kinder. Damit sind derzeit kreisweit 648 Personen infiziert und deshalb in Quarantäne.
Unter den positiven Fällen sind bislang 254 nachgewiesene Virusmutationen ermittelt worden. 138 davon sind aktuell noch aktiv und stehen unter Quarantäne. Die überwiegende Mehrheit der Mutationen stellt die britische Variante des Coronavirus dar.
Seit Beginn der Pandemie haben sich im Kreis nachweislich 16.168 Menschen mit dem Virus infiziert. Gegenwärtig sind an 43 Schulen und 27 Kitas Coronavirus-Infektionen zu verzeichnen. Ab Montag, 29. März, laufen Kitas nur noch im Notbetrieb, während die Schulen wegen den Ferien geschlossen sind. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wolle man die Zeit nutzen, um umfangreiche Testungen nach Ostern an den Schulen vorzubereiten.

Inzidenzwert im Landkreis Görlitz liegt deutlich über 100

Die durch den Landkreis ermittelte Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 194,28 je 100.000 Einwohner. Das Robert-Koch-Institut ermittelt aufgrund unterschiedlicher Melde- und Auswertungszeiten eine Inzidenz von 165,8. Der Kreis befindet sich damit in etwa im Mittel des Freistaates. Nach RKI-Angaben beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat aktuell 169,1. Der Vogtlandkreis bleibt mit einer Wocheninzidenz von 419,5 weiter der größte Hotspot der Pandemie in Sachsen.
92 Menschen – damit vier weniger als am Donnerstag – werden in Krankenhäusern im Kreis Görlitz behandelt. 20 davon liegen auf der Intensivstation. Eine Zweitimpfung im Kreis haben bislang 13.238 Personen erhalten.