Vier neue Infektionen mit dem Coronavirus meldet die Kreisverwaltung. Derzeit sind 681 Personen infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 198,63 je 100.000 Einwohner. 174 Menschen werden derzeit stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt, 22 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung.
Zudem gibt es zehn weitere Todesfälle im Zeitraum vom 13. bis 20. Januar unter anderem in Bad Muskau, Rietschen und Rothenburg zu verzeichnen. Laut Kreisverwaltung handelt es sich dabei um Frauen und Männer im Alter zwischen 30 und 93 Jahren. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion erhöht sich damit auf 734.

Zusätzliche Infektionsgefahr durch Nähe zu Tschechien

Trotz anhaltend sinkender Infektionszahlen hat sich die Kreisverwaltung dazu entschlossen, dass die nächtliche Ausgangssperre weiterhin zur Pandemiebekämpfung erforderlich ist. Es treten insgesamt noch verhältnismäßig häufig Infektionen und Kontaktwerte auf. Hinzu kommt, dass der Landkreis aufgrund der Nähe zu Tschechien als Hochinzidenzgebiet zusätzlichen Infektionsgefahren ausgesetzt ist. Daher wird derzeit von einer Aufhebung der Ausgangssperre abgesehen.
Dies wäre möglich gewesen. Dem Kreis steht nach gesetzlichen Vorgaben frei, die nächtliche Ausgangssperre aufzuheben. wenn die 7-Tage-Inzidenz für einen Zeitraum von mindestens fünf Tagen den Wert 200 unterschritten hat. Das Robert Koch-Institut weist seit dem 20. Januar einen Wert unter der 200er-Marke für den Kreis aus.
Ab sofort kann man sich auch in der Diakonie-Sozialstation Krauschwitz, Geschwister-Scholl-Straße 3, einen Schnelltest unterziehen. Wie die Diakonie St. Martin mitteilt, testet sie neben Bewohnern und Mitarbeitern, auch Privatpersonen und Firmen. Der Getestete erhalte das Ergebnis nach wenigen Minuten. Notwendig ist eine vorherige telefonische Anmeldung zur Terminvereinbarung, und das unter 035891 38304. Der Test kostet 23,80 Euro. Die Testzeiten sind immer von Montag bis Freitag in der Zeit von 14 bis 15.30 Uhr möglich.
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