Mit 16 Neuinfektionen bleiben die Corona-Fall-Zahlen im Kreis Görlitz weiter auf niedrigem Niveau. Laut Gesundheitsamt sinken auch die Zahl der aktuell Covid-19-Infizierten auf 165. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt am Donnerstag laut Robert-Koch-Institut für den Kreis Görlitz 30,1. Allerdings sind im Zeitraum vom 19. bis 25. Mai vier weitere Personen in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben. Es handelt sich um zwei Frauen und zwei Männer im Alter von 76 bis 100 Jahren. Damit erhöht sich die Zahl der Verstorbenen im Landkreis Görlitz auf 1135.

Programm für Schüler nach Corona aufgelegt

Mit Millionen-Hilfen sollen indessen die Folgen der Corona-Pandemie für Kinder und Jugendliche in Sachsen abgemildert werden. Um Lerndefizite bei Schülern aufzuholen, sind für die nächsten zwei Jahre 47,5 Millionen Euro aus dem Bundes-Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ geplant, teilt das Kultusministerium mit. Das Land stellt für zusätzliche Maßnahmen an Schulen Mittel in gleicher Höhe zur Verfügung. Sachsen hat eine entsprechende Bund-Länder-Vereinbarung unterzeichnet. Geplant sind unter anderem spezielle Förder- und Nachhilfe-Angebote, der Ausbau von Ganztagsangeboten, Ausbau von Schulassistenz und Schulsozialarbeit. „Kinder und Jugendliche hat die Isolation durch Schulschließungen besonders hart getroffen“, erklärte Kultusminister Christian Piwarz (CDU).

Mediziner mahnt zur Vorsicht in Sachsen

Trotz Rückgangs der Corona-Zahlen mahnt derweil der Medizinische Vorstand des Dresdner Universitätsklinikums, Michael Albrecht, zur Vorsicht bei Lockerungen. „Einem kompletten Verzicht auf das Tragen von Mund- und Nasenschutz oder Massenveranstaltungen stehe ich sehr kritisch gegenüber“, so der Intensivmediziner. Laut Albrecht kann die Zahl der Neuinfektionen im Sommer womöglich gegen Null im Freistaat tendieren. Das aber sollte „niemanden dazu verleiten, sorglos zu werden und alle Tugenden der letzten Monate über Bord zu werfen“, warnte er. Ob es wie andere Infektionskrankheiten ausgerottet werden könne, sei schwer zu sagen. „Wahrscheinlicher ist, dass es sich über die Jahre abschwächen wird.“