Wer ungeimpft ist, im Landkreis Görlitz lebt und ab Samstag, 27. November, nach 22 Uhr das Haus verlassen will, braucht dafür einen triftigen Grund. Die Kreisverwaltung Görlitz hat eine Bekanntmachung erlassen und verfügt eine Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr.
Hintergrund der Ausgangssperre für Ungeimpfte liegt in der Sieben-Tage-Inzidenz von 1.000 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner begründet. Diese hat der Kreis am Freitag, 26. November, mit 1295,1 beim Robert-Koch-Institut überschritten.

Mehr als 1000 Neuinfektionen im Landkreis Görlitz

Triftige Gründe zum Verlassen der Wohnung sind unter anderem der Weg zur Arbeit, die Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben, Kindeswohl und Eigentum und der Besuch hilfsbedürftiger Menschen. Der gesamte Wortlaut der Bekanntgabe ist auf der Webseite des Landkreises Görlitz einsehbar.
Am Freitag sind 1.270 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Keine Kommune des Landkreises ist vom Fortschreiten der Pandemie ausgenommen.
Es befinden sich Stand 26. November 209 Personen in medizinischer Behandlung in den Kliniken, davon liegen 31auf der Intensivstation.

Landkreis Görlitz: Fünf neue Todesfälle

Wie die Pressestelle bekannt macht, gibt es wiederum fünf Todesfälle. Es handelt sich um eine 82-jährige Frau und vier Männer im Alter von 68, 80, 81 und 84 Jahren aus dem Süden des Kreises. Damit sind bislang 1.225 Personen im Landkreis Görlitz in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben.
Die Frage nach Testkapazitäten und Impfungen treibt die Menschen auch im Landkreis Görlitz um. Der Landkreis sieht sich in diesem Zusammenhang zu folgender Information veranlasst: Die Krankenhäuser Zittau, Ebersbach und Weißwasser können aus Kapazitätsgründen keine PCR-Testungen zur Diagnosestellung im ambulanten Bereich und keine Impfungen für die Bevölkerung anbieten. Die Standorte konzentrieren sich auf die stationäre Versorgung von Patienten, so Pressesprecherin Julia Bjar.