Die Sorgenfalten der Kreisspitze werden in diesen Tagen nicht kleiner. Erneut meldet das Görlitzer Gesundheitsamt eine hohe Zahl von neuen Corona-Infektionen: 466 sind es am Mittwoch. Es handelt sich dabei um 329 Erwachsene und 137 Kinder. Während der Kreis auf eine Sieben-Tages-Inzidenz von 722 kommt, sinkt die Inzidenz des Robert-Koch-Institutes von 581 am Dienstag auf 468 am Mittwoch. Dies, so betont die Kreisverwaltung, hänge mit unterschiedlichen Meldezeiten zusammen. Warum das 20 Monate nach Ausbruch der Pandemie noch immer nicht angeglichen ist, bleibt offen.
In Weißwasser sind allein von Dienstag auf Mittwoch zehn weitere Corona-Fälle hinzugekommen. Aktuell befinden sich hier 89 Personen mit einer Positivmeldung in Quarantäne, 28 Kontaktpersonen sind in Isolation. Die meisten Fälle weist Görlitz 487 auf. 2.388 sind es insgesamt im Kreis.

Patientenzahl in Krankenhäuser im Kreis Görlitz steigt

Ungeachtet dessen befinden sich am Mittwoch 137 Personen in medizinischer Behandlung in einer Klinik. Das sind vier Erkrankte mehr als noch am Dienstag. 13 Patienten müssen auf einer Intensiv-Station (ITS) betreut werden. Die Altersspanne der ITS-Patienten liegt zwischen 41 und 90 Jahren. Kreisweit gibt drei weitere Todesfälle, die dem Gesundheitsamt zwischen dem 3. bis 7. November gemeldet wurden. Es handelt sich um eine 79-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 81 und 88 Jahren. Insgesamt sind bislang 1.184 Personen im Kreis nach einer Infektion verstorben.

Dreiviertel aller Schulen melden Corona-Fälle

Das Infektionsgeschehen setzt sich derweil auch in Schulen und Kitas fort. Allein in 46 Kitas oder Horte sind inzwischen nach Angaben von Sozialdezernentin Martina Weber insgesamt 72 positiven Fällen. Von den über 100 Schulen im Kreis Görlitz sind aktuell 75 von Corona-Infektionen betroffen. Dahinter „verbergen“ sich 256 positive Testungen bei Schülern und Lehrern. „Wenn Kinder nicht in die Schulen gehen, macht das mehr mit den Kindern, als wenn sie derzeit in die Schule gehen“, unterstreicht die Dezernentin bei einem Pressegespräch nachdrücklich.