Brandschutz im Landkreis Görlitz
: Darum brennt es in Kringelsdorf im Stundentakt

Eine Akademie auf vier Rädern ermöglicht nicht nur den Feuerwehrkameraden aus Kringelsdorf eine besondere Übungsmöglichkeit. Dafür geht fast stündlich der Alarm im Boxberger Ortsteil.
Von
Regina Weiß
Kringelsdorf
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In Kringelsdorf hat es am Wochenende gleich mehrfach gebrannt. Das Ganze war simuliert worden.

Regina Weiß

Mit dem Thema Brandmeldeanlage ist auch die Kringelsdorfer Feuerwehr vertraut. Im Schulgebäude in Boxberg gibt es ein solches System und auch bei der Firma Lorenz in Kreba.

Kringelsdorf hat seine „eigene“ Brandmeldeanlage, die ist zudem mit einer Sprinkleranlage gekoppelt. Im besten Fall brennt es nur einige Sekunden und der Wassernebel löscht das Feuer. Das Ganze ist in der „Mobile Academy“ der Firma Systeex Brandschutzsysteme GmbH verbaut, der nun für zwei Tage vor dem Gerätehaus in Kringelsdorf steht. Ein Kringelsdorfer hat das mit seinem Arbeitgeber aus Hanau eingefädelt.

Von diesem besonderen Trainingssystem profitieren Feuerwehren des gesamten Landkreises Görlitz, weiß die Kringelsdorfer Wehrleiterin Anne Wagner. Kameraden aus den Boxberger Wehren, der Werkfeuerwehr der Leag, aus Bad Muskau, Weißwasser oder Leutersdorf bei Zittau lassen sich vor Ort schulen. Im Anhänger sind unter anderem eine Brandmeldeanlage inklusive Feuerwehranzeigetableau und -schlüsseldepot eingebaut.

Feuerwehren können in Kringelsdorf alles durchspielen

„Im Fall eines Falles muss es ja schnell gehen. Hier haben wir die Möglichkeit, uns alles ganz genau anzusehen und den Mitarbeitern Fragen zur stellen.“ Deshalb dauere auch ein Durchgang, um alles zu simulieren, rund anderthalb Stunden. Jochen Müller. Leiter Technische Abteilung bei Systeex, ist gut gefordert. Selbst Kamerad bei der Feuerwehr, weiß er, wie wichtig diese Schulungen sind.

Während die Alarmierungen im Rahmen der Schulung nur dem Üben dienen, hat es die Feuerwehr in diesem Jahr schon auf 34 Einsätze gebracht. Auch beim Brand in der Sächsischen Schweiz waren die Freiwilligen gefordert. Eine Woche lang haben sie auch den Shuttle gefahren, der die Kameraden bei dem Großbrand täglich ausgetauscht hat.