Betrug in Weißwasser: Rentnerin (75) verliert nach Schockanruf hohe Geldsumme

In Weißwasser ist eine Rentnerin auf dreiste Betrüger hereingefallen, die ihr am Telefon eine perfide Geschichte von einem Unfall ihrer Tochter aufgetischt haben. Die Poliztei registriert aktuell wieder vermehrt Schockanrufe in den Landkreisen Görlitz und Bautzen. Das rät sie. (Symbolfoto)
Karl-Josef Hildenbrand/dpa- Polizei warnt: In Görlitz und Bautzen häufen sich Schockanrufe gegen Senioren.
- Weißwasser: Eine 75-Jährige gab nach Anruf eines „Anwalts“ rund 4500 Euro heraus.
- Der Täter holte das Geld an der Tür ab – beschrieben als etwa 30 bis 35 Jahre alt.
- Kamenz am Sonnabendabend: Betrüger erbeuteten von einer 85-Jährigen rund 6000 Euro.
- Rat der Polizei – sofort auflegen, 110 wählen, kein Bargeld an Unbekannte übergeben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In den Landkreisen Görlitz und Bautzen registriert die Polizei aktuell vermehrt Schockanrufe, bei denen es die Betrüger vor allem auf Senioren abgesehen haben. Jüngster Vorfall: Am Dienstagabend (16. Juni) prellten sie eine Rentnerin aus Weißwasser um eine hohe Geldsumme.
Gegen 21 Uhr hatte ein vermeintlicher Anwalt bei der 75-Jährigen angerufen. Mit einer perfiden Masche: Ihre Tochter sei in einen Verkehrsunfall mit Verletzten verwickelt. Für die Kaution und die Behandlungskosten der Unfallbeteiligten benötige ihre Tochter dringend Geld.
Die leichtgläubige Seniorin nahm dem Anrufer leider die Geschichte ab. Als später ein Mann bei ihr an der Tür klingelte, übergab sie ihm rund 4500 Euro. Der Mann werde um die 30 bis 35 Jahre alt beschrieben, so Polizeisprecher Stefan Heiduck.
Erst am Sonnabendabend (13. Juni) hätten Kriminelle in Kamenz zugeschlagen, wie er informiert. Dort erbeuteten die Betrüger von einer 85-Jährigen rund 6000 Euro.
Ihre Masche: Sie hatten sich als Beamte der Kriminalpolizei ausgegeben. Ihre Geschichte: Eine rumänische Diebesbande sei festgenommen worden. Bei der Durchsuchung habe man eine Personenliste aufgefunden, auf der der Name der Angerufenen aufgetaucht sei. Daraufhin erkundigten sich die Kriminellen über Bargeld und Wertgegenstände der Opfer.
Betrug: Was die Polizei bei Schockanrufen rät
Die meisten Angerufenen hätten das Gespräch zügig beendet. Sofort aufzulegen, rät auch Polizeisprecher Stefan Heiduck. „Die Polizei und ähnliche Institutionen verlangen in keinem Fall Bargeld.“ Im Zweifel sollten Betroffene die 110 anrufen oder mit einer vertrauten Person sprechen. Geld und Wertsachen sollten niemals an Unbekannte übergeben werden.

