Archäologie in der Lausitz: Tag der offenen Grabung – spannendes Programm und Funde

Archäologie in der Lausitz: In Bielawa Dolna wurde eine Urne mit Schädelresten sowie fünf weitere Gefäße freigelegt, die vorläufig in die späte Bronzezeit datiert werden.
Anna Wierzgon- Archäologen erforschen in einem deutsch-polnischen Projekt den Einfluss des Klimas auf Fundstätten.
- Am 26. Juli 2025 findet in Sanice ein „Tag der offenen Grabung“ mit Workshops und Vorträgen statt.
- Gezeigt werden Funde wie Urnengräber aus der späten Bronzezeit, untersucht u. a. mit Bodenradar.
- Workshops: Kinder lernen Fechten, Besucher erfahren mehr über menschliche Knochenforschung.
- Ort: Dorfgemeinschaftshaus Sanice – Anreise über Bad Muskau oder Podrosche, Programm ab 15 Uhr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei einem grenzübergreifenden Projekt arbeiten Archäologen in Polen und Deutschland zusammen, um den Geheimnissen der Lausitz auf den Grund zu gehen. Bei einem Tag der offenen Ausgrabung bietet sich ein seltener Einblick in neueste Forschungsergebnisse östlich der Neiße. Veranstaltungsort ist Sanice an der Neiße, etwa in Höhe des Rothenburger Ortsteils Steinbach.
Am Samstag, 26. Juli 2025, bietet das polnische Team des Projekts „Fragiles Erbe“ im Dorfgemeinschaftshaus Sanice einen Einblick in die aktuelle Arbeit. Bei der wurden erst in der vergangenen Woche beispielsweise Urnengräber freigelegt, deren Proben nun für anthropologische und archäobotanische Untersuchungen weitergeleitet wurden.
Durch einen Übersetzer wird beim Tag der offenen Grabung auch deutschen Besuchern ein Einblick in die Untersuchungen gegeben. Das Programm beginnt um 15 Uhr mit einem multimedialen Vortrag zur Urgeschichte der Region Prędocice, dem früheren Tommersdorf.
Tag der offenen Grabung: Das wird geboten
Anschließend werden archäologische Funde aus der Region Lausitz gezeigt, können Kindern bei einem Workshop das Fechten mit mittelalterlichen Schwertern proben und wird in einem weiteren Workshop vermittelt, was menschliche Knochen alles den Forschern erzählen können.
Die sind im Rahmen des Interreg-Projekts derzeit an mehreren Orten unterwegs. „Wir führen vielmehr kleinflächige, nicht-invasive Sondagen in verschiedenen Ortschaften durch, die verstreut und tief im Wald gelegen sind“, erklärt Anna Wierzgon.
Die Fundstellen befinden sich beispielsweise
- in Predocice (Tommersdorf) in Höhe von Rothenburg,
- Bielawa Dolna (Nieder Bielau) in Höhe von Zentendorf und
- Białogórze (Lichtenberg) bei Zgorzelec.
Dabei werden auch mit modernen Methoden Fundstätten zerstörungsfrei untersucht, beispielsweise mit Bodenradar.
Sanice bietet für Archäologie-Veranstaltung gute Voraussetzung
„In unserem Fall war es daher am sinnvollsten, den Tag der offenen Ausgrabung an einem zentralen und überdachten Ort zu organisieren, auch für den Fall schlechten Wetters“, erklärt Anna Wierzgon. Zudem ist für jede Einfahrt tief in den Wald eine gesonderte Genehmigung erforderlich, was Vorortbesuche zusätzlich erschwert hätte.
Im Dorfgemeinschaftshaus in Sanice fand bereits im vergangenen Jahr ein Tag der offenen Ausgrabung statt. Dort werden zusammenfassend die Funde aus der Oberlausitz präsentieren.
Anreise zum Tag der offenen Grabung in Sanice
Das Dorfgemeinschaftshaus von Sanice ist auch über Routenplaner zu finden (Świetlica wiejska w Sanicach, ul. Młyńska 4A, 68-132 Sanice). Sanice ist am einfachsten über Bad Muskau/Leknica oder Podrosche über die Landstraße 350 in Richtung Süden zu erreichen. Ab 17 Uhr wird zu einem gemeinsamen Beisammensein am Lagerfeuer eingeladen.


